Jazz spielen – eine Anleitung für Dummies

Hast du Lust, mal ein Jazz-Stück zu spielen, weißt aber nicht so genau, wie das eigentlich geht? Dann bist du hier genau richtig. Hier ist deine Anleitung zum Thema Jazz spielen: Jazz spielen – eine Anleitung für Dummies weiterlesen

Nicht du bist das Problem, sondern deine Umgebung

Machst du so viel Musik wie du willst? Oder fehlen dir manchmal Zeit und/oder Motivation? Wenn das so ist, dann liegt es möglicherweise gar nicht an deiner Zeitplanung und auch nicht an deiner Willensschwäche. Vielleicht lebst du einfach in einer Umgebung, die dich von der Musik abhält. Unser Verhalten wird nämlich maßgeblich durch unsere Umgebung beeinflusst.

Das können wir uns zunutze machen, indem wir die Umgebung in Übereinstimmung mit unseren Zielen gestalten. Wie das funktioniert? Bis ins letzte kann ich das auch nicht sagen, aber ich habe da ein paar Ideen:

Halte dein Equipment in Ordnung. Wenn dein Instrument nicht richtig funktioniert oder dein Notenständer andauernd zusammenbricht, ist das vermutlich nicht motivierend. Also versetze dein Equipment in einen top Zustand und reinige es auch regelmäßig. Wer will schon verdreckte Gegenstände anfassen?

Tu dein Equipment dahin, wo du es siehst und leicht erreichen kannst. Wenn du deine Flöte und deine Noten irgendwo ganz hinten im Schrank verstaut hast, ist es ein riesiger Aufwand, die Sachen heraus zu holen. Das kann einen schnell davon abhalten, überhaupt anzufangen. Wenn du aber dein Instrument und Co. ständig siehst, wirst du sogar noch daran erinnert, dass du ja eigentlich Musik machen wolltest.

Räume Ablenkungen an die Seite. Also genau das gegenteilige Prinzip wie beim vorhergehenden Punkt. Mir persönlich hilft es jedenfalls sehr, wenn ich beim Üben alles aus dem Blickfeld habe, was ich sonst noch so tun könnte.

Nutze elektronische Geräte. Fernsehen, Computer und Smartphone können extreme Zeitfresser sein. Du kannst sie aber auch nutzen, um deine Ziele zu erreichen. Zum Beispiel zum Musik hören, Noten schreiben, Konzerte anschauen, Bücher lesen und vieles mehr. Richte deine Geräte so ein, dass du die erforderlichen Programme, Apps oder Funktionen schnell öffnen kannst.

Dekoriere deine Wohnung. Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es mit einem Poster von deinem Vorbild? Oder dem Plattencover deines Lieblingsalbums?

Umgib dich mit anderen Musikern. Ihr könnt nicht nur zusammen Musik machen, sondern ihr werdet euch sicherlich öfter über Musik unterhalten. Dabei kannst du nicht nur wertvolle Tipps bekommen, sondern es kann dich eben auch motivieren.

Was tust du, um dich zu motivieren? Hast du noch weitere Tipps, wie man seine Umgebung „musikalisch“ gestalten könnte? Schreibe einen Kommentar!

*Bei den verwendeten Links handelt es sich um Affiliate Links. Durch einen Kauf über den Link werde ich am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.

Walt-Disney-Methode: in 3 Schritten zum perfekt geplanten Projekt

Du möchtest ein Musik-Projekt entwerfen und planen. Du weißt: gut geplant ist halb erledigt. Aber wie gehst du am besten vor, wenn es sich um kreative Dinge wie Musik handelt? Bei meinen Recherchen habe ich die sogenannte Walt-Disney-Methode gefunden. Ich bin gerade dabei, sie auszuprobieren. Damit du sie auch gleich mal testen kannst, stelle ich sie dir hier vor. Und so funktioniert es:

Die 3 Rollen der Walt-Disney-Methode

1. Der Träumer
Der Träumer ist ein Visionär und entwickelt die verücktesten Ideen. Die Machbarkeit derselben interessiert ihn nicht weiter.

2. Der Realist/Macher
Der Realist ist ein echter Macher. Er kümmert sich um die konkrete Umsetzung der Ideen. Dabei hat er die notwendigen Arbeitsschritte und das benötige Equipment stets im Blick und gut geplant.

3. Der Kritiker
Der Kritiker lässt sich nicht durch Euphorie blenden: er sieht sofort die Schwachstellen und Risiken. Daraus leitet er gekonnt Verbesserungsvorschläge ab.

Wichtig: alle drei Rollen sind gleich wichtig und nützlich. Wenn eine davon unterdrückt wird, gerät das Projekt in Schieflage.

Um sich besser in die Rollen hinein versetzen zu können, kann man drei Räume nutzen:

Der Raum des Träumers ist groß und bunt dekoriert mit vielen Bildern. Man kann dort sehr bequem sitzen (oder sogar liegen?). Das Licht ist gedämpft. Eventuell könntest du dich auch in die Natur begeben.

Im Raum des Realisten finden sich alle benötigten Werkzeuge. Schreibtisch, Computer, Musikinstrumente. Es kann ein Büro, ein Proberaum oder ein Tonstudio sein.

Für den Kritiker eignet sich ein kleines enges Zimmer, vielleicht mit Stehpult.

Wenn du keine drei Räume zur Verfügung hast (willkommen im Club!), kannst du auch verschieden Ecken eines Raumes nutzen oder zwischendurch umdekorieren.

Die drei Phasen der Walt-Disney-Methode

Zur Durchführung der Walt-Disney-Methode werden alle drei Rollen nacheinander durchlaufen.

1. Wenn du dich in der Rolle des Träumers befindest, kannst du Visionen entwickeln und nach Herzenslust „rumspinnen“, ohne Prüfung oder Kritik. Die Grenzen des Machbaren brauchen dich dabei nicht zu interessieren.

2. Als Realist kümmerst du dich um die konkrete Umsetzung. Du fragst dich „was muss getan werden“ und „was brauchen wir dafür“. Anhand dieser Fragen erstellst du einen konkreten Handlungsplan.

3. Schließlich begibst du dich in die Rolle des Kritikers. Deine Aufgabe ist nun, Schwächen und Risiken des Projektes zu finden. Daraus kannst du dann Verbesserungsvorschläge ableiten.

In vielen Fällen sind mehrere Durchgänge angebracht, um zu einem wirklich guten Ergebnis zu kommen. Aber dann hast du ein Projekt, das sowohl kreativ als auch gut durchdacht und geplant ist.

Weitere Artikel

*Bei den verwendeten Links handelt es sich um Affiliate Links. Durch einen Kauf über den Link werde ich am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.

Reiseführer: Wien für Musikfans

Du überlegst, welches Urlaubsziel das richtige für dich ist? Wenn du dich für Musik (speziell klassische) interessierst, könnte Wien ein gutes Ziel sein. Ich war neulich dort und kann es absolut empfehlen.

Im folgenden möchte ich euch die Sehenswürdigkeiten vorstellen, die ich besichtigt habe und die für Musikfans interessant sind:

Zentralfriedhof

Auf diesem Friedhof sind sehr viele berühmte Wiener Musiker begraben, u.a. Johann Strauß Vater und Sohn, Johannes Brahms, Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, Arnold Schönberg, György Ligeti, Udo Jürgens und Falco. Ich vermute mal, so viele Gräber berühmter Musiker findet man sonst nirgends.

Zentralfriedhof in Wien
Der Zentralfriedhof in Wien
Haus der Musik

Dieses Museum widmet sich dem Thema Musik auf vier Etagen. Zuerst die Geschichte der Wiener Philharmoniker, danach geht es um die physikalischen Grundlagen der Musik. Die nächste Etage widmet sich bekannten Wiener Komponisten, zum Schluss gibt es noch einige interaktive Stationen.

Ich fand die Ausstellungen zu den Wiener Philharmonikern interessant, weil ich darüber noch nicht viel wusste. Es war eine klassische Ausstellung mit Bildern und Texttafeln. Die Sonosphere war eigentlich ganz nett gemacht, war für mich aber eher langweilig. Das lag aber einfach daran, dass ich das meiste schon wusste.

Sehr toll ist dagegen die Ausstellung zu den Komponisten. Durch die Raumgestaltung, die abgespielte Musik und die Exponate bekommt man eine gute Vorstellung von der Welt der einzelnen Komponisten. Mit den interaktiven Sachen konnte ich wiederum nicht so viel anfangen. Vielleicht bin ich einfach zu alt dafür?

Mozarthaus

Das Mozarthaus war für mich das Highlight von Wien. Es enthält eine Ausstellung über Leben und Werk Mozarts, in der Wohnung, in der Mozart eine Zeit lang gewohnt hat. Die Ausstellung ist umfangreich und informativ. Gut finde ich, dass die Audioguides im Eintrittspreis enthalten sind.

Wohnung von Beethoven

In der Wohnung im Pasqualati-Haus, in der Ludwig van Beethoven einige Jahre gewohnt hat, ist eine kleine Ausstellung zum Komponisten. Ich fand dieses Museum ziemlich enttäuschend. Die Ausstellung ist mickrig und wirklich langweilig.

Wohnung von Johann Strauß

Eine Ausstellung über Johann Strauß, den Walzerkönig, in dessen Wohnung. Die Wohnung und die Ausstellung sind wirklich sehenswert. Man bekommt eine Vorstellung davon, wie Strauß gelebt und gearbeitet hat.

Geburtswohnung von Franz Schubert

Ein relativ kleines Museum in Schuberts Geburtswohnung, das durchaus interessant ist. Wer mal Schuberts Brille sehen möchte, ist dort richtig.

Jazzclub Porgy&Bess

Es gibt in Wien ein derartiges Angebot an Konzerten, dass es schon eine Herausforderung ist, sich zu entscheiden. Wir waren letztlich bei einem Jazz-Konzert im Porgy&Bess. Das Konzert war super und der Club ist echt eine tolle Location. Er befindet sich im Keller, ist ziemlich klein und extrem gemütlich. Das Problem war nur, dass gerade die Klimaanlage ausgefallen war und da drinnen mindestens 30 Grad waren. Aber das war hoffentlich nur ein temporäres Problem. Wenn du Jazz magst, geh da rein!

Kunsthistorisches Museum (Sammlungen alter Musikinstrumente)

Da wäre ich wirklich gerne rein gegangen, aber es war wegen Umbau geschlossen. Aber so weiß ich wenigstens, was ich besichtigen kann, falls ich noch mal in Wien bin!

Urlaub in Wien

Neben den beschriebenen Sehenswürdigkeiten gibt es für Musikfans noch einiges mehr zu sehen und zu hören. Schließlich hat Wien mehrere weltberühmte Opern und Konzerthäuser.

Auch abseits der musikalischen Sehenswürdigkeiten ist Wien eine Reise wert. Die Architektur ist extrem beeindruckend, es gibt viele schöne Parks und sehr viele Kunstmuseen. Daneben kann man es sich in den typischen Kaffehäusern und allen Arten von Restaurants gutgehen lassen.

Schloss Schönbrunn in Wien
Schloss Schönbrunn

Das Preisniveau in Wien ist eher hoch, typisch für eine mitteleuropäische Großstadt. Dafür gibt es sehr günstige Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. Und damit kommt man ganz easy zu allen Sehenswürdigkeiten. Als Unterkunft hatten wir eine Wohnung über AirBnb gebucht, was auch sehr preiswert war.

Warst du schon mal in Wien? Was kannst du empfehlen? Schreibe es in die Kommentare!

Weitere Artikel

*Bei den verwendeten Links handelt es sich um Affiliate Links. Durch einen Kauf über den Link werde ich am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.

10 Übetechniken, die dich zu einem besseren Musiker machen

Willst du ein besserer Flötist werden? Willst du mehr aus deiner Übezeit herausholen? Dann ist dieser Artikel für dich! Ich habe etwas Literatur durchstöbert und die meiner Meinung nach besten 10 Übetechniken für dich zusammen gefasst:

  1. Immer korrekt üben: das bedeutet, die richtigen Töne mit dem richtigen Rhythmus, der richtigen Dynamik und dem richtigen Ausdruck zu spielen. Wenn es nötig ist, musst du das Tempo entsprechend verringern und dann nach und nach steigern. Auf keinen Fall solltest du dich überfordern und dich durch ein Stück durchpfuschen. Damit würdest du dir nur die Fehler einprägen.
  2. 10-20 fehlerfreie Wiederholungen sind notwendig, um etwas im Gedächtnis zu verankern. Daher solltest du alle Stellen so oft üben. Wenn du 20 fehlerfreie Wiederholungen geschafft hast, kannst du davon ausgehen, dass die diese Stelle wirklich beherrschst.
  3. Regelmäßig üben: zum Querflöte spielen braucht man Muskelkraft und diese muss trainiert werden. Je mehr Kraft du hast, desto länger kannst du ermüdungfrei spielen.
  4. Grundmuster üben, z.B Tonleitern, Akkorde: am besten täglich 15-20 Minuten. Was dir das bringt? Du hast damit diese Grundmuster parat und kannst sie sofort abrufen, dadurch brauchst du sie nicht jedes Mal Ton für Ton einstudieren. Außerdem trainiert man so Kraft, Schnelligkeit und motorisches Gedächtnis.
  5. Übergänge und seltene und schwierige Stellen am meisten üben: da man diese Stellen sonst unterdurchschnittlich oft übt, beherrscht man sie auch schlechter und macht dadurch dort am meisten Fehler.
  6. Von hinten nach vorne üben: Wenn du ein Stück einübst, dann beginnst du am Schluss. Wenn du den beherrschst, nimmst du dir die Takte davor vor und wiederholst das solange, bis du am Anfang des Stücks angekommen bist. Das ist auch beim auswendig lernen eine gute Vorgehensweise. Der Vorteil ist, dass du im Lauf des Stücks immer sicherer wirst und immer genau weißt, wo es hingeht.
  7. Mentales Üben: diese Technik wird oft im Sport angewendet. Sie funktioniert so: du stellst dir vor, das Stück zu spielen und zwar mit allen zugehörigen Sinnen (Gehör, Sehen, Tastsinn). Dies ist eine der Übetechniken, die sich sehr gut eignen, um Wartezeiten sinnvoll zu nutzen. Am besten funktioniert sie übrigens, wenn sich mentales und tatsächliches Üben abwechseln.
  8. Zu übende Stücke häufig anhören und wenn möglich die Noten mitlesen: dies bewirkt, dass du dir den Klang des Stückes einprägst. Dadurch kannst du dich beim Spielen besser selbst überprüfen. Außerdem lernst du dabei, wie andere Musiker das Stück interpretiert haben. Auch diese Übetechnik ist gut für Warte- und Fahrzeiten geeignet.
  9. Auf ausreichend Schlaf achten, denn Erlerntes wird im Schlaf ins Langzeitgedächtnis geschrieben. Wenn du zu wenig schläfst, bringt dir das Üben also gar nicht viel.
  10. Pausen machen: Pausen sind notwendig, damit du dich konzentrieren kannst. Du solltes nach 20-30 min eine kleine Pause von wenigen Minuten und nach 90 min eine längere Pause von 15-20 min. einlegen. Außerdem müssen wir immer eine kurze Pause machen, wenn muskuläre Ermüdung eintritt, um Überlastung zu vermeiden.

Das waren die 10 besten Übetechniken. Welche davon wendest du schon an?

Willst du mehr zu Thema „richtig üben“ erfahren? Dann schau dir auch meinen Artikel Deliberate Practice – Erfolg für Musiker an.

Quellen:

Gerhard Mantel: Einfach üben – 185 unübliche Überezepte für Instrumentalisten, 2001, 2010 Schott Music GmbH&Co. KG, Mainz, ISBN 978-3-7957-8724-0

Mark Andreas Giesecke: Clever üben, sinnvoll proben, erfolgreich vorspielen, 1999, Musikverlag Zimmermann, Frankfurt am Main, ISBN 3-921729-72-6