Bundestagswahl 2017: Die Kulturpolitik der Parteien

Die Bundestagswahl 2017

Bundestagswahl 2017Am 24.09.findet die Bundestagswahl 2017 statt. Wir Wähler dürfen bestimmen, wer die nächsten vier Jahre Deutschland regieren wird. Es wird also Zeit, sich zu überlegen, welche der 34 zur Wahl zugelassenen Parteien man wählen möchte. Um allen, die sich für die Kulturpolitik interessieren, eine Entscheidungshilfe zu geben, werde ich in den Wochen bis zur Bundestagswahl 2017 einige Artikel veröffentlichen, die die kulturpolitischen Forderungen der Parteien darstellen.

Dazu habe ich die sechs stärksten Parteien, die nach den Prognosen über die 5-Prozent-Hürde springen werden, herausgegriffen. Das sind CDU, SPD, FDP, die Grünen, die Linken und die AfD. Dann habe ich die Wahlprogramme dieser Parteien gelesen und sämtliche Forderungen zur Kulturpolitik herausgeschrieben und mit meiner eigenen Meinung ergänzt. Ich beziehe mich also nur auf die Wahlprogramme und nicht auf die Aussagen in irgendwelchen Interviews oder Fernsehsendungen oder dergleichen.

Diese sechs Artikel werde ich bis zur Bundestagswahl 2017 hier nach und nach veröffentlichen.

Die Links zu den Artikeln

AfD
FDP
Die Grünen
Die Linke
SPD
CDU

Wenn du wissen möchtest, wie die Bundestagswahl genau funktioniert, hier findest du gute Erklärungen dafür.

Übrigens ist neuerdings das Fotografieren und Filmen innerhalb der Wahlkabine ausdrücklich verboten!

Fazit

Wird die Kultur in Deutschland in den nächsten vier Jahren wachsen und gedeihen oder muss sie eher ums Überleben kämpfen? Das bestimmst auch du!
Also informiere dich, überlege dir, was du willst und was unsere Gesellschaft weiter bringt, such die beste Partei und den besten Direktkandidaten aus und geh wählen.

Warum ist die Querflöte ein Holzblasinstrument?

„Die Querflöte ist doch kein Holzblasinstrument, die ist doch aus Metall!“ Diese Aussage klingt zwar plausibel, ist aber tatsächlich falsch. In diesem Artikel erfährst du, warum die Querflöte ein Holzblasinstrument ist.

Warum ist die Querflöte ein Holzblasinstrument? weiterlesen

Welche Jazz-Standards soll ich lernen?

Mein Problem

Seit einem knappen Jahr beschäftige ich mich im Rahmen eines VHS-Kurses mit dem Thema Jazz und ich dachte mir, ich könnte ja in den Semesterferien mal ein paar allgemein bekannte und oft gespielte Jazz-Standards einüben. Aber mit welchen Standards fange ich sinnvollerweise an? Welches sind denn überhaupt die wichtigsten Jazz-Standards?

Eine kurze Suche bei Google zeigt mir als erstes die 100 wichtigsten Standards nach Michael Sattler. Aber Hundert Stücke sind mir viel zu viel auf einmal, das muss ich noch weiter eingrenzen.

Mit welchen Jazz-Standards fange ich an?

Grundsätzlich finde ich die deutsche Liste relevanter, weil in den USA ja möglicherweise andere Stücke gespielt werden als hier in Deutschland oder Europa. Außerdem werde ich aus praktischen Gründen die Stücke bevorzugen, von denen ich die Noten bereits habe. Drittens sortiere ich nach Stil, denn Latin mag ich am liebsten und es passt auch gut zur Querflöte.

Wenn ich die Liste von Michael Sattler unter Latin danach durchforste, welche Noten mir vorliegen, bleiben folgende Standards übrig:

  • A Night in Tunisia
  • Black Orpheus
  • Desafinado
  • Girl from Ipanema
  • Night and Day

Bei den anderen Stilen habe ich noch gefunden:

  • Autumn Leaves
  • Yesterdays
  • C Jam Blues
  • Cantaloupe Island
  • So What

Gut, jetzt habe ich die Liste schon mal auf 10 Standards eingedampft, aber das ist immer noch zu viel für zwei Monate. C Jam Blues nehme ich raus, weil ich es schon kann. Dann verwerfe ich alle, die ich noch nie ernsthaft gespielt habe und es bleiben folgende Songs:

  • Black Orpheus
  • Night and Day
  • Yesterdays
  • Cantaloupe Island

Davon suche ich mir jetzt noch die zwei leichtesten bzw. kürzesten Stücke raus. Und die Sieger sind:

  • Yesterdays
  • Cantaloupe Island

Geschafft! Von 100 Jazz-Standards habe ich zwei ausgewählt, mit denen ich sinnvoll anfangen kann. Mein Ziel ist, diese Stücke auswendig zu lernen (Melodie und Akkorde) und die dazugehörigen Akkorde/Skalen zu können. Ich denke, das kriege ich in zwei Monaten hin.

 

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Landtagswahl NRW 2017: Das verspricht die SPD zum Thema Musik

In dieser Artikelserie möchte ich kurz für euch zusammenfassen, was die Parteien in ihren Wahlprogrammen zur Landtagswahl NRW 2017 in den Bereichen Bildungspolitik und Kulturpolitik versprechen. Dabei konzentriere ich mich auf die Punkte, die für das Thema Musik relevant sind.

Folgende Punkte habe ich bei der SPD gefunden:

  • Die Beschäftigungsbedingungen der Lehrbeauftragten an den Musikhochschulen soll verbessert werden. Dafür soll eine „regelmäßige Anpassung der Vergütung an die Tarifentwicklung“ stattfinden. Außerdem sollen Dauerstellen eingerichtet werden.
  • Ein weiteres Versprechen der SPD ist die Stärkung der Volkshochschulen. Darüber hinaus sollen im Bereich der Weiterbildung die freiberuflichen Dozenten besser bezahlt werden und es soll eine soziale Absicherung für arbeitnehmerähnlich beschäftige Dozenten geben.
  • Es soll ein flächendeckendes Kulturangebot zu erschwinglichen Preisen angeboten werden.
  • Der Kulturförderplan soll fortgeschrieben werden.
  • Die SPD verspricht eine „verlässliche Steigerung des Kulturetats des Landes über alle Sparten um 50 Millionen Euro im Zeitraum 2018 – 2023“.
  • Künstler sollen durch Preise, Stipendien etc. gefördert werden.
  • Projekte zur kulturellen Bildung, wie Kulturrucksack und JeKITS, will die SPD fortführen und ggf. ausbauen.
  • Die SPD will wichtige Jubiläen gebührend feiern, z.B. 2020 das 250. Geburtsjahr Beethovens.
  • Für den WDR soll es eine „Bestands- und Entwicklungsgarantie“ geben.

Fazit: die SPD hat im Bereich Kulturpolitik einige Forderungen, die teilweise auch sehr konkret sind. Insgesamt ist vieles ein „Weiter so!“, was bei einer Regierungspartei aber auch nicht weiter überraschend ist.

Hier geht es zu den anderen Beiträgen zur Landtagswahl NRW 2017:

Dies ist der letzte Beitrag zur Serie „Landtagswahl NRW 2017“. Als Ergebnis bleibt festzuhalten, dass sich die Programme der wichtigsten sechs Parteien durchaus voneinander unterscheiden und es wahrscheinlich NICHT egal ist, wer an die Macht kommt.

Deswegen nutzt eure Chance und geht wählen!!!

Quelle: https://www.nrwspd.de/wp-content/uploads/sites/2/2017/03/regierungsprogramm_der_nrwspd.pdf

Landtagswahl NRW 2017: Das verspricht die CDU zum Thema Musik

In dieser Artikelserie möchte ich kurz für euch zusammenfassen, was die Parteien in ihren Wahlprogrammen in den Bereichen Bildungspolitik und Kulturpolitik versprechen. Dabei konzentriere ich mich auf die Punkte, die für das Thema Musik relevant sind.

Folgende Punkte habe ich bei der CDU gefunden:

  • Die Bürger sollen die Kultur selbst in die Hand nehmen, dafür soll die private Kulturförderung durch Stiftungen, Mäzenatentum und Sponsoring weiter verbessert werden.
  • Außerdem will die CDU den Kulturtourismus weiterentwickeln.
  • Kulturelle Bildung soll Bestandteil der Schule sein, aber auch für Erwachsene und Senioren soll es entsprechende Angebote geben.
  • Kultur soll für alle zugänglich sein, deswegen sollen alle Kulturstätten barrierefrei und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, für Menschen mit geringem Einkommen soll es Ermäßigungen geben.

Fazit: die CDU schreibt zwar einiges zum Thema Kultur bzw. Musik, konkrete Forderungen habe ich aber nur ganz wenige gefunden. Damit ist das Wahlprogramm der CDU eher enttäuschend, finde ich.Hier geht es zu den anderen Beiträgen zur Landtagswahl NRW 2017:

Quelle: https://www.cdu-nrw.de/sites/default/files/media/docs/37lpt2015_grundsatzprogramm_cdu_nrw.pdf

Landtagswahl NRW 2017: Das verspricht die FDP zum Thema Musik

In dieser Artikelserie möchte ich kurz für euch zusammenfassen, was die Parteien in ihren Wahlprogrammen zur Landtagswahl NRW 2017 in den Bereichen Bildungspolitik und Kulturpolitik versprechen. Dabei konzentriere ich mich auf die Punkte, die für das Thema Musik relevant sind.

Folgende Punkte habe ich bei der FDP gefunden:

  • Für die FDP sollen die Schulen nicht nur Unterricht bieten, sondern sich zu einem „Bildungszentrum in ihrem Sozialraum“ weiterentwickeln. Dafür sollen auch Eltern, Vereine und Betriebe in die Schule einbezogen werden.
  • Der öffentlich-rechtlichen Rundfunk soll sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren, d.h. auf Angebote aus den Bereichen Information, Bildung und
    Kultur, während Unterhaltungssendungen reduziert werden sollen. Darüber hinaus fordert die FDP, dass vorhandene Programmbudgets für Dokumentationen etc. anstatt für Sportrechte eingesetzt werden.
  • Das Landesmediengesetz NRW soll reformiert werden, damit es die digitale Entwicklung stärker abbildet. Der politischen Einflussnahme auf die Besetzung der Leitung oder der Medienkommission der Landesmedienanstalt will die FDP beenden. Auch in den Aufsichtsgremien des Rundfunks soll der Einfluss von Regierungsvertretern verringert werden.
  • Für Kunst und Kultur will die FDP „ausreichend finanzielle Mittel“ bereitstellen.
  • Das Kulturfördergesetz NRW soll von ideologischen und bürokratischen Vorgaben befreit werden.
  • Die FDP verspricht, die kulturelle Bildung aller Bevölkerungsgruppen zu fördern. Dazu sollen auch „bereits erfolgreiche lokale Initiativen und Modelle stärker miteinander vernetzt und ausgebaut werden“.
  • Die FDP plant, für die Kulturpolitik eine „klare und einheitliche Zuständigkeit in einem Ministerium“ zu schaffen.

Fazit: die FDP hat klare Vorstellungen, was beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und in den Gesetzen zur Kultur geändert werden soll. Die Forderungen zur Kulturförderung und (Weiter-)Bildung im Bereich Kultur bzw. Musik kommen dagegen ziemlich vage und allgemein daher. Mir gefällt vor allem der Punkt, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf seine eigentliche Aufgabe beschränken soll. Dass wir alle zwangsweise für die Übertragung sündhaft teurer Fußballspiele sowie fragwürdiger Unterhaltungssendungen bezahlen müssen finde ich nämlich ziemlich daneben!

Hier geht es zu den anderen Beiträgen zur Landtagswahl NRW 2017:

Quelle: https://www.fdp.nrw/sites/default/files/2017-01/Landtagswahlprogramm.pdf

Landtagswahl NRW 2017: Das versprechen die Grünen zum Thema Musik

In dieser Artikelserie möchte ich kurz für euch zusammenfassen, was die Parteien in ihren Wahlprogrammen in den Bereichen Bildungspolitik und Kulturpolitik versprechen. Dabei konzentriere ich mich auf die Punkte, die für das Thema Musik relevant sind.

Folgende Punkte habe ich bei den Grünen gefunden:

  • In der Schule soll die kulturelle Bildung gestärkt werden, da für die Grünen u.a. Musik zur Bildung gehört.
  • Die Programme aus dem Schulbereich, Programme aus dem Kultur- und Jugendbereich sowie die verschiedenen Unterstützungsleistungen des Landes sollen systematisch zusammengeführt werden, um Schulen bei der Entwicklung kultureller Schulprofile zu unterstützen.
  • Die Beschäftigungssituation der Lehrbeauftragten an den Kunst- und Mu-
    sikhochschulen soll verbessert werden. Dafür sollen mehr Stellen im Mittelbau geschaffen werden.
  • Prekäre Beschäftigungsverhältnisse in der Weiterbildung sollen beendet werden.
    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk insgesamt und der NRW-Landessender WDR im Besonderen sind „unverzichtbar“.
  • Kooperationsprojekte wie der „Theaterpakt“, aber auch Angebote wie der „Kulturrucksack“ , „JeKits“ oder „Schule und Kultur“ sollen verstärkt werden.
  • Die Popkultur in NRW soll wieder besser gefördert werden.

Hier geht es zu den anderen Beiträgen zur Landtagswahl NRW 2017:

Quelle: https://gruene-nrw.de/dateien/wahlprogramm2017.pdf

Landtagswahl NRW 2017: Das verspricht die Linke zum Thema Musik

In dieser Artikelserie möchte ich kurz für euch zusammenfassen, was die Parteien in ihren Wahlprogrammen in den Bereichen Bildungspolitik und Kulturpolitik versprechen. Dabei konzentriere ich mich auf die Punkte, die für das Thema Musik relevant sind.

Folgende Punkte habe ich bei den Linken gefunden:

  • In den Kitas soll es mehr Fachpersonal z.B. für Musikerziehung geben.
  • Die Schulen sollen flächendeckend zu gebührenfreien, gebundenen Ganztagsschulen werden, wobei Freizeitaktivitäten wie z.B. Musikschulen in die Schule integriert sind, ohne dass zusätzliche Gebühren anfallen. Auch „Jedem Kind ein Instrument“ ist eine Forderung der Linken. Musik- und Kunstunterricht sollen fester Bestandteil des Lehrplanes für alle Schulen sein.
  • Die Studienplätze sollen ohne Numerus Clausus und anderer Selektionsinstrumente vergeben werden.
  • Die Volkshochschulen sollen ausgebaut und die Honorarkräfte besser gestellt bzw. als Arbeitnehmer angestellt werden.
  • Für die Beschäftigten beim WDR soll es keine Verschlechterungen geben.
  • Für die Mediatheken öffentlich-rechtlicher Sender will die Linke die Frist von sieben Tagen, nach der Inhalte nicht mehr verfügbar sind, abschaffen.

Fazit: Für die Linke ist es anscheinend ein wichtiges Anliegen, (musikalische) Bildung für alle verfügbar zu machen und den Beschäftigten im Kulturbereich bessere bzw. gleich gute Konditionen zu garantieren. Das ist lobenswert. Ob man Wahl der Mittel richtig findet, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Hier geht es zu den anderen Beiträgen zur Landtagswahl NRW 2017:

Quelle: http://wahl2017.dielinke-nrw.de/fileadmin/_medien_/ltw2017/dateien/Landtagswahlprogramm_2017_Web_neu.pdf

Landtagswahl NRW 2017: Das verspricht die AfD zum Thema Musik

In dieser Artikelserie möchte ich kurz für euch zusammenfassen, was die Parteien in ihren Wahlprogrammen zur Landtagswahl NRW 2017 in den Bereichen Bildungspolitik und Kulturpolitik versprechen. Dabei konzentriere ich mich auf die Punkte, die für das Thema Musik relevant sind.

Los geht es mit der „Alternative für Deutschland“:

In diesem Beitrag kann und muss ich mich kurz fassen, denn: im Wahlprogramm der AfD steht gar nichts zum Thema Musik! Schwache Performance, liebe AfD! Wenn eine Partei das Thema Musik (und andere Kultur) nicht mal erwähnt, gehe ich davon aus, dass dieses Thema bei denen eine sehr, sehr geringe Priorität hat.

Nächste Woche geht es weiter mit der Partei „Die Linke“ und ich kann schon verraten, dass es deutlich interessanter wird!

Quelle: https://afd.nrw/landtagswahl/programm/

Hier geht es zu den anderen Beiträgen zur Landtagswahl NRW 2017: