Leonard Bernstein und seine Zeit von Andreas Eichhorn (Hrsg.)

Leonard Bernstein – dieses Jahr feiern wir seinen 100. Geburtstag. Zu diesem Anlass habe ich mich auf die Suche nach Lektüre über das Leben und Werk dieses Musikers gemacht. Gefunden habe ich „Leonard Bernstein und seine Zeit“, herausgegeben von Andreas Eichhorn. Und hier ist meine Meinung zu diesem Buch: Leonard Bernstein und seine Zeit von Andreas Eichhorn (Hrsg.) weiterlesen

Dein Motivationstyp – was treibt dich an?

Wie kann man sich zum Flöte spielen motivieren? Das ist Typsache! Wir alle werden von unterbewussten Motiven geleitet. Diese lassen sich in drei Gruppen einteilen: Leistung, Macht und Anschluss. Wichtig zu wissen: diese Gruppen schließen sich NICHT gegenseitig aus. Oft ist eine aber stärker ausgeprägt. Und je nachdem, welche Motivgruppe bei dir am stärksten ausgeprägt ist, gehörst du zum entsprechenden Motivationstyp. Und das hat großen Einfluss darauf, wozu du motiviert bist und wozu eher nicht.

Wenn wir uns also dazu motivieren wollen, Musik zu machen, zu üben, regelmäßig zur Probe zu gehen usw., dann hilft es, wenn wir diese Dinge so gestalten, dass es unserem Motivationstyp entspricht.

Leistung

Wenn du von Leistung motiviert bist, dann geht es dir darum, deine eigene Leistung zu steigern. Dagegen ist dir nicht so wichtig, was die anderen über dich denken und ob sie dich mögen. Als Flötist geht es dir darum, deine Technik zu perfektionieren und Werke richtig und gut spielen zu können.

Macht

Wenn bei dir das Machtmotiv dominant ist, willst du Macht und Einfluss über andere zu bekommen. Status und Prestige sind dir wichtig, außerdem magst du den Wettstreit mit anderen. Am Flöte spielen begeistert dich wahrscheinlich die Möglichkeit, aufzutreten und dein Können zu demonstrieren.

Anschluss

Menschen mit Anschlussmotiv suchen den Kontakt zu anderen Menschen. Wenn du nach Anschluss suchst, ist dir wichtig, von anderen gemocht zu werden. Wo es um Musik geht, könnte das Spielen in einer Band oder einem Orchester das sein, was dich antreibt.

Fazit zum Motivationstyp

Motivation lässt sich u.a. dadurch erreichen, dass wie unsere unterbewussten Motive ausnutzen und unsere Tätigkeiten danach gestalten. Das gilt auch für das Flöte spielen. Glücklicherweise ist das Gebiet „Musik“ groß und vielfältig genug, dass für alle Motivationstypen etwas dabei ist. Also überlege, was dich motiviert und bringe mehr davon in dein (flötistisches) Leben!

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Nicht du bist das Problem, sondern deine Umgebung

Machst du so viel Musik wie du willst? Oder fehlen dir manchmal Zeit und/oder Motivation? Wenn das so ist, dann liegt es möglicherweise gar nicht an deiner Zeitplanung und auch nicht an deiner Willensschwäche. Vielleicht lebst du einfach in einer Umgebung, die dich von der Musik abhält. Unser Verhalten wird nämlich maßgeblich durch unsere Umgebung beeinflusst.

Das können wir uns zunutze machen, indem wir die Umgebung in Übereinstimmung mit unseren Zielen gestalten. Wie das funktioniert? Bis ins letzte kann ich das auch nicht sagen, aber ich habe da ein paar Ideen:

Halte dein Equipment in Ordnung. Wenn dein Instrument nicht richtig funktioniert oder dein Notenständer andauernd zusammenbricht, ist das vermutlich nicht motivierend. Also versetze dein Equipment in einen top Zustand und reinige es auch regelmäßig. Wer will schon verdreckte Gegenstände anfassen?

Tu dein Equipment dahin, wo du es siehst und leicht erreichen kannst. Wenn du deine Flöte und deine Noten irgendwo ganz hinten im Schrank verstaut hast, ist es ein riesiger Aufwand, die Sachen heraus zu holen. Das kann einen schnell davon abhalten, überhaupt anzufangen. Wenn du aber dein Instrument und Co. ständig siehst, wirst du sogar noch daran erinnert, dass du ja eigentlich Musik machen wolltest.

Räume Ablenkungen an die Seite. Also genau das gegenteilige Prinzip wie beim vorhergehenden Punkt. Mir persönlich hilft es jedenfalls sehr, wenn ich beim Üben alles aus dem Blickfeld habe, was ich sonst noch so tun könnte.

Nutze elektronische Geräte. Fernsehen, Computer und Smartphone können extreme Zeitfresser sein. Du kannst sie aber auch nutzen, um deine Ziele zu erreichen. Zum Beispiel zum Musik hören, Noten schreiben, Konzerte anschauen, Bücher lesen und vieles mehr. Richte deine Geräte so ein, dass du die erforderlichen Programme, Apps oder Funktionen schnell öffnen kannst.

Dekoriere deine Wohnung. Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es mit einem Poster von deinem Vorbild? Oder dem Plattencover deines Lieblingsalbums?

Umgib dich mit anderen Musikern. Ihr könnt nicht nur zusammen Musik machen, sondern ihr werdet euch sicherlich öfter über Musik unterhalten. Dabei kannst du nicht nur wertvolle Tipps bekommen, sondern es kann dich eben auch motivieren.

Was tust du, um dich zu motivieren? Hast du noch weitere Tipps, wie man seine Umgebung „musikalisch“ gestalten könnte? Schreibe einen Kommentar!

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Walt-Disney-Methode: in 3 Schritten zum perfekt geplanten Projekt

Du möchtest ein Musik-Projekt entwerfen und planen. Du weißt: gut geplant ist halb erledigt. Aber wie gehst du am besten vor, wenn es sich um kreative Dinge wie Musik handelt? Bei meinen Recherchen habe ich die sogenannte Walt-Disney-Methode gefunden. Ich bin gerade dabei, sie auszuprobieren. Damit du sie auch gleich mal testen kannst, stelle ich sie dir hier vor. Und so funktioniert es:

Die 3 Rollen der Walt-Disney-Methode

1. Der Träumer
Der Träumer ist ein Visionär und entwickelt die verücktesten Ideen. Die Machbarkeit derselben interessiert ihn nicht weiter.

2. Der Realist/Macher
Der Realist ist ein echter Macher. Er kümmert sich um die konkrete Umsetzung der Ideen. Dabei hat er die notwendigen Arbeitsschritte und das benötige Equipment stets im Blick und gut geplant.

3. Der Kritiker
Der Kritiker lässt sich nicht durch Euphorie blenden: er sieht sofort die Schwachstellen und Risiken. Daraus leitet er gekonnt Verbesserungsvorschläge ab.

Wichtig: alle drei Rollen sind gleich wichtig und nützlich. Wenn eine davon unterdrückt wird, gerät das Projekt in Schieflage.

Um sich besser in die Rollen hinein versetzen zu können, kann man drei Räume nutzen:

Der Raum des Träumers ist groß und bunt dekoriert mit vielen Bildern. Man kann dort sehr bequem sitzen (oder sogar liegen?). Das Licht ist gedämpft. Eventuell könntest du dich auch in die Natur begeben.

Im Raum des Realisten finden sich alle benötigten Werkzeuge. Schreibtisch, Computer, Musikinstrumente. Es kann ein Büro, ein Proberaum oder ein Tonstudio sein.

Für den Kritiker eignet sich ein kleines enges Zimmer, vielleicht mit Stehpult.

Wenn du keine drei Räume zur Verfügung hast (willkommen im Club!), kannst du auch verschieden Ecken eines Raumes nutzen oder zwischendurch umdekorieren.

Die drei Phasen der Walt-Disney-Methode

Zur Durchführung der Walt-Disney-Methode werden alle drei Rollen nacheinander durchlaufen.

1. Wenn du dich in der Rolle des Träumers befindest, kannst du Visionen entwickeln und nach Herzenslust „rumspinnen“, ohne Prüfung oder Kritik. Die Grenzen des Machbaren brauchen dich dabei nicht zu interessieren.

2. Als Realist kümmerst du dich um die konkrete Umsetzung. Du fragst dich „was muss getan werden“ und „was brauchen wir dafür“. Anhand dieser Fragen erstellst du einen konkreten Handlungsplan.

3. Schließlich begibst du dich in die Rolle des Kritikers. Deine Aufgabe ist nun, Schwächen und Risiken des Projektes zu finden. Daraus kannst du dann Verbesserungsvorschläge ableiten.

In vielen Fällen sind mehrere Durchgänge angebracht, um zu einem wirklich guten Ergebnis zu kommen. Aber dann hast du ein Projekt, das sowohl kreativ als auch gut durchdacht und geplant ist.

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Reiseführer: Wien für Musikfans

Du überlegst, welches Urlaubsziel das richtige für dich ist? Wenn du dich für Musik (speziell klassische) interessierst, könnte Wien ein gutes Ziel sein. Ich war neulich dort und kann es absolut empfehlen.

Im folgenden möchte ich euch die Sehenswürdigkeiten vorstellen, die ich besichtigt habe und die für Musikfans interessant sind:

Zentralfriedhof

Auf diesem Friedhof sind sehr viele berühmte Wiener Musiker begraben, u.a. Johann Strauß Vater und Sohn, Johannes Brahms, Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, Arnold Schönberg, György Ligeti, Udo Jürgens und Falco. Ich vermute mal, so viele Gräber berühmter Musiker findet man sonst nirgends.

Zentralfriedhof in Wien
Der Zentralfriedhof in Wien
Haus der Musik

Dieses Museum widmet sich dem Thema Musik auf vier Etagen. Zuerst die Geschichte der Wiener Philharmoniker, danach geht es um die physikalischen Grundlagen der Musik. Die nächste Etage widmet sich bekannten Wiener Komponisten, zum Schluss gibt es noch einige interaktive Stationen.

Ich fand die Ausstellungen zu den Wiener Philharmonikern interessant, weil ich darüber noch nicht viel wusste. Es war eine klassische Ausstellung mit Bildern und Texttafeln. Die Sonosphere war eigentlich ganz nett gemacht, war für mich aber eher langweilig. Das lag aber einfach daran, dass ich das meiste schon wusste.

Sehr toll ist dagegen die Ausstellung zu den Komponisten. Durch die Raumgestaltung, die abgespielte Musik und die Exponate bekommt man eine gute Vorstellung von der Welt der einzelnen Komponisten. Mit den interaktiven Sachen konnte ich wiederum nicht so viel anfangen. Vielleicht bin ich einfach zu alt dafür?

Mozarthaus

Das Mozarthaus war für mich das Highlight von Wien. Es enthält eine Ausstellung über Leben und Werk Mozarts, in der Wohnung, in der Mozart eine Zeit lang gewohnt hat. Die Ausstellung ist umfangreich und informativ. Gut finde ich, dass die Audioguides im Eintrittspreis enthalten sind.

Wohnung von Beethoven

In der Wohnung im Pasqualati-Haus, in der Ludwig van Beethoven einige Jahre gewohnt hat, ist eine kleine Ausstellung zum Komponisten. Ich fand dieses Museum ziemlich enttäuschend. Die Ausstellung ist mickrig und wirklich langweilig.

Wohnung von Johann Strauß

Eine Ausstellung über Johann Strauß, den Walzerkönig, in dessen Wohnung. Die Wohnung und die Ausstellung sind wirklich sehenswert. Man bekommt eine Vorstellung davon, wie Strauß gelebt und gearbeitet hat.

Geburtswohnung von Franz Schubert

Ein relativ kleines Museum in Schuberts Geburtswohnung, das durchaus interessant ist. Wer mal Schuberts Brille sehen möchte, ist dort richtig.

Jazzclub Porgy&Bess

Es gibt in Wien ein derartiges Angebot an Konzerten, dass es schon eine Herausforderung ist, sich zu entscheiden. Wir waren letztlich bei einem Jazz-Konzert im Porgy&Bess. Das Konzert war super und der Club ist echt eine tolle Location. Er befindet sich im Keller, ist ziemlich klein und extrem gemütlich. Das Problem war nur, dass gerade die Klimaanlage ausgefallen war und da drinnen mindestens 30 Grad waren. Aber das war hoffentlich nur ein temporäres Problem. Wenn du Jazz magst, geh da rein!

Kunsthistorisches Museum (Sammlungen alter Musikinstrumente)

Da wäre ich wirklich gerne rein gegangen, aber es war wegen Umbau geschlossen. Aber so weiß ich wenigstens, was ich besichtigen kann, falls ich noch mal in Wien bin!

Urlaub in Wien

Neben den beschriebenen Sehenswürdigkeiten gibt es für Musikfans noch einiges mehr zu sehen und zu hören. Schließlich hat Wien mehrere weltberühmte Opern und Konzerthäuser.

Auch abseits der musikalischen Sehenswürdigkeiten ist Wien eine Reise wert. Die Architektur ist extrem beeindruckend, es gibt viele schöne Parks und sehr viele Kunstmuseen. Daneben kann man es sich in den typischen Kaffehäusern und allen Arten von Restaurants gutgehen lassen.

Schloss Schönbrunn in Wien
Schloss Schönbrunn

Das Preisniveau in Wien ist eher hoch, typisch für eine mitteleuropäische Großstadt. Dafür gibt es sehr günstige Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. Und damit kommt man ganz easy zu allen Sehenswürdigkeiten. Als Unterkunft hatten wir eine Wohnung über AirBnb gebucht, was auch sehr preiswert war.

Warst du schon mal in Wien? Was kannst du empfehlen? Schreibe es in die Kommentare!

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Rezension: Der Flug des Albatros von Deborah Savage

Der Flug des Albatros von Deborah Savage, 1. Auflage, Loewe, Blindlach, 1995, ISBN 3-7855-2818-3

Ein Jugendbuch, das über 20 Jahre alt ist, aber trotzdem immer noch aktuell ist. Es geht um das Erwachsen werden, die erste Liebe, Konflikte mit den Eltern und darum, wie man eine hervorragende Flötistin wird.

Der Flug des Albatros: Inhalt

Die 15-jährige Sarah, deren Eltern seit vielen Jahren geschieden sind, lebt bei ihrem Vater in New York. Sie hat sich ein großes Ziel gesetzt: sie will eine Weltklasse-Flötistin werden. In den Sommerferien besucht sie ihre Mutter, die Karriere als Ornithologin gemacht hat und auf einer kleinen Insel in Neuseeland lebt.

Doch diese Ferienreise verläuft alles andere als konfliktfrei. Sarah ist auf sich allein gestellt, da ihre Mutter von morgens bis abends arbeitet und sich keine Zeit für ihre Tochter nimmt. Somit muss sich Sarah, die schüchtern und unsicher ist, in einer völlig neuen Umgebung zurechtfinden und trifft auf Menschen, die ganz anders sind und leben als sie selbst.

So lernt sie den jungen Nachbarn Mako kennen, einen aufsässigen Schulabbrecher. Dieser ist Maori, ein neuseeländischer Ureinwohner, der sich für die Sache der Maori engagieren will, aber zuerst mal jobbt, um das nötige Geld zu verdienen.

Bei einem Ausritt findet Sarah einen verletzten Albatros. Beim Versuch, das Tier zu retten, findet Sarah eine Hütte im Wald, in der eine rätselhafte alte Frau wohnt. Die alte Frau, Sarah und Mako päppeln den Albatros allmählich wieder auf.

Trotz häufiger Streitigkeiten kommen sich Sarah und Mako näher und verlieben sich. Als der Albatros fast gesund ist, kommt es schließlich zu einem großen Streit: Sarah soll früher abreisen, da ihrer Mutter ein neuer Job angeboten wird. Das lässt Sarah sich aber nicht gefallen, da sie die Zeit mit Mako noch ausnutzen möchte. Der Konflikt eskaliert und Sarah läuft weg. Nun erfahren wir, was es mit der rätselhaften alten Frau aus der Hütte im Wald auf sich hat…

Der Flug des Albatros: Meine Bewertung

Die Geschichte ist schon speziell, da sich eine Menge übernatürliche Dinge ereignen. Trotzdem wirkt die Handlung plausibel. Die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden Jugendlichen Sarah und Mako wird ausführlich dargestellt, genau wie die persönliche Entwicklung, die beide durchleben. Zusätzlich erfährt man einiges über die Situation der neuseeländischen Ureinwohner.

Sprachlich ist dieses Jugendbuch sehr gelungen. Deborah Savage hat es geschafft, die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden Jugendlichen Sarah und Mako nachvollziehbar darzustellen, ohne sich der Jugendsprache zu bedienen. Dadurch wirkt das Buch auch immer noch aktuell.

Der Flug des Albatros: Fazit

Ich kann „Der Flug des Albatros“ absolut empfehlen, ich selbst lese es immer mal wieder! Auch wenn sich dieses Buch in erster Linie an Jugendliche wendet, kann es durchaus auch für Erwachsene lesenswert sein. Denn wie man den richtigen Weg im Leben findet, diese Frage ist doch in jedem Alter relevant.

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Voll innovativ: die Erfindung der Boehmflöte

„Technische Innovationen entstehen, wenn aus Ideen marktfähige Produkte werden, die Einfluss auf die Gesellschaft nehmen.“ So definiert es das Zeppelin Museum Friedrichshafen in ihrem Aufruf zur Blogparade „Innovationen?!“. Genauso war es bei der Boehmflöte, die die Grundlage der modernen Querflöten ist. Aber wie kam es eigentlich zu dieser Erfindung? Voll innovativ: die Erfindung der Boehmflöte weiterlesen

5 unfaire Vorteile von Flötisten

Sind Flötisten eigentlich normale Menschen? Oder Überflieger? Letzteres ist vielleicht übertrieben, aber sie verfügen schon über ein paar unfaire Vorteile gegenüber Nicht-Musikern!

Sie beherrschen Teamwork

Ob Orchester, Kammermusikensemble oder Band: Flötisten sind echte Teamplayer. Und damit lernen sie zwangsläufig einiges über Teamwork. Das Zusammenspiel funktioniert schließlich nur, wenn alle aufeinander hören und miteinander kommunizieren. Auch sind Flötisten daran gewöhnt, bei Auftritten sich und ihr Können zu präsentieren.

Sie wissen, wie Lernen geht

Die Frage, wie man sich eine Fähigkeit aneignet, können Flötisten beantworten. Sie wissen aus Erfahrung, dass Fortschritte nur durch wiederholtes Üben erreicht werden können. Außerdem haben sie sich auch daran gewöhnt, dass nicht alles gleich klappt, sondern eine Menge falscher Töne notwendig ist, bis man ein neues Stück beherrscht.

Sie entwickeln Durchhaltevermögen

Jeder, der das Anfangsstadium auf der Querflöte überwunden hat, hat einiges an Durchhaltevermögen bewiesen. Denn Flöte spielen lernt man nicht ein einer Hauruck-Aktion, sondern durch viele kleine Schritte. Auch den einen oder anderen Misserfolg muss man einstecken. So werden Flötisten zu Dranbleibern, die nicht bei der kleinsten Schwierigkeit aufgeben.

Sie können sich motivieren

Unterricht, üben, proben…Querflöte spielen ist anstrengend! Und eine sofortige Belohnung gibt es auch nicht immer. Beste Voraussetzungen also für den berüchtigten Schweinehund. Flötisten sind also kompetente Schweinehund-Bezwinger.

Sie haben unendliche Entwicklungsmöglichkeiten

Musik ist ein unglaublich umfangreiches, anspruchsvolles und kreatives Gebiet. Damit haben alle, die sich aktiv damit beschäftigen, unendliche Entwicklungsmöglichkeiten. Es gibt so viel zu entdecken und auszuprobieren, dass uns eigentlich niemals langweilig werden kann. Querflöte spielen kann einen außerdem in den Flow* versetzen. Und das macht glücklich.

Fazit: Flötisten haben tatsächlich unfaire Vorteile

Was denkst du? Haben Flötisten unfaire Vorteile gegenüber Menschen, die nicht aktiv Musik machen? Gibt es vielleicht noch mehr unfaire Vorteile? Schreibe einen Kommentar!

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Ziele setzen – Warum die SMART-Methode nicht funktioniert

Die SMART-Methode wird ja als der absolute Alleskönner im Bereich Zielsetzung gehandelt. Bei mir sind aber alle Versuche, diese Formel auf meine Ziele anzuwenden, gescheitert. Vielleicht bin ich zu blöd!? Oder die Formel funktioniert einfach nicht für alle Ziele? Ich glaube ehrlich gesagt eher an die zweite Möglichkeit. Lass mich erklären:

Was ist die SMART-Methode?

Das ganze stammt ursprünglich aus dem Projektmanagement, wird heute aber auch für die persönliche Zielsetzung empfohlen. SMART ist ein Akronym für:
Spezifisch: das Ziel muss genau beschrieben werden
Messbar: die Zielerreichung soll messbar sein
Akzeptiert: alle Beteiligten müssen das Ziel akzeptieren
Realistisch: das Ziel muss mit den gegebenen Mitteln erreichbar sein.
Terminiert: wir brauchen eine Deadline, bis zu der das Ziel erreicht sein soll

Meine Erfahrungen mit der SMART-Methode

Meine Ziele sind eher kreativer Natur, in der letzten Zeit war es z.B. das Ziel „ich will gut improvisieren können“. Überlegen wir jetzt mal, wie sich die einzelnen Forderungen auf mein Ziel anwenden lassen:

Spezifisch: das Ziel soll genau beschrieben sein. Und hier komme ich schon nicht mehr richtig weiter, denn wie beschreibe ich eine gute Improvisation? Improvisation ist etwas spontan Erfundenes, aber was ist gut? Richtig, virtuos, originell, variantenreich? Grundsätzlich hat man bei kreativen Fähigkeiten doch das Problem, dass sie schwer zu beschreiben sind.

Noch schwieriger wird es, wenn ich das Ganze auch noch messen soll. Wie kann ich den Virtuosität oder Originalität messen? Und ergibt das überhaupt Sinn? Ich glaube nicht!

Ob das Ziel akzeptiert ist, spielt wohl eher eine Rolle, wenn mehrere Personen beteiligt sind. Wenn man sich ein Ziel nur für sich selbst setzt, ist dieser Punkt unwichtig. Ich bin persönlich jedenfalls noch nicht auf die Idee gekommen, mir ein Ziel zu setzen, welches ich gar nicht erreichen möchte.

Realistisch: dieses Kriterium finde grundsätzlich problematisch. Woher soll ich denn wissen, was realistisch ist? Und sind realistische Ziele nicht so langweilig, dass sie einen niemals zum Handeln motivieren können?

Terminiert: diese Forderung halte ich für den größten Schwachsinn. Komplexe Fähigkeiten sind ja etwas, das nie fertig ist, von daher ist eine Deadline meiner Meinung nach auch nicht sinnvoll.

Meiner Meinung nach ist vor allem die Kombination aus „spezifisch“ und „terminiert“ problematisch. Da ich ja nie wirklich vorher wissen kann, wie schnell ich eine Fähigkeit erlernen kann, liege ich höchstwahrscheinlich daneben.

Deswegen mache ich es so, dass ich immer nur eins von beiden festlege. Also entweder ich will etwas definiertes erreichen, dann lasse ich offen, wann das sein wird. Oder anders herum. Bei Auftritten beispielsweise habe ich eine klare Deadline, zu der ich etwas vorspielen muss. So gut, wie ich es zu diesem Zeitpunkt eben kann.

Fazit

Ich finde, die SMART-Methode ergibt einfach keinen Sinn für komplexe und kreative Fähigkeiten. Oder wie siehst du das? Setzt du dir Ziele? Mit welcher Methode?

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Gehört, gelesen, gesehen im April

Paul McCartney von Philip Norman

Eine Biografie über das gesamte Leben von Paul McCartney, der mit den Beatles bekannt geworden ist, aber auch auf eine lange Solo-Karriere zurückblicken kann. Das Buch von Philip Norman ist dementsprechend umfangreich: 945 Seiten!

Auf diesen 945 Seiten beschreibt Philip Norman, wie Paul McCartney aufgewachsen ist, John Lennon kennenlernte, sich die Beatles gründeten, Erfolg hatten und sich schließlich wieder trennten. Aber auch McCartneys Leben und Karriere nach den Beatles kommt in diesem Buch nicht zu kurz. Die Biografie endet im Jahr 2015.

Das Buch ist verständlich geschrieben und auch durchaus spannend. Allerdings ist es auch sehr, sehr lang. Dadurch fand ich es teilweise eben auch langatmig. Auf jeden Fall erfährt man eine Menge über den Menschen Paul McCartney und sein Leben. Zu kurz kommt meiner Meinung nach die Musik, diese wird oft nur erwähnt, ohne näher darauf einzugehen. Schade! Trotzdem ein lesenswertes Buch.

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Kreative Kompetenz von Manuela Pohl

Dies ist ein Arbeitsbuch zum Thema „kreatives Problemlösen“. Die Autorin definiert zuerst, was Kreativität ist, dann geht sie darauf ein, wie kreatives Denken geht. Zum Schluss stellt sie einige Kreativitätstechniken vor.

Von Aufbau und Design her erinnert „Kreative Kompetenz“ stark an ein Schulbuch und ist dementspechend eher öde. Interessant fand ich nur die Themen „Laterales Denken“ und „Synektik“.

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KreativCode von Sascha Friesike und Oliver Gassmann

Ein kurzweiliges Buch, das sich ebenfalls um das Thema Kreativität dreht. Die Autoren zitieren Studien und geben Tipps, wie man kreativer werden kann. Nach jedem Kapitel gibt es eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

Alles ist in einem lockeren und unterhaltsamen Stil geschrieben, aufgelockert durch lustige Zeichnungen. Somit lässt sich das Buch leicht lesen. Top! Empfehlung für alle, die ihre Kreativität erhöhen wollen (und wer will das nicht!?).

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