Machst du diese 10 Fehler beim Üben?

Üben ist wichtig, klar, aber Fakt ist: dabei kann auch einiges schief gehen. Damit dir das nicht passiert, stelle ich dir die Top Ten der Fehler beim Üben vor. Und wie es richtig geht. Auf geht’s:

1. Du übst zu selten

Eigentlich sollte man mindestens täglich üben. Das ist zwar in der Praxis nicht immer machbar, aber mehrmals pro Woche sollte schon sein. Lieber oft und kurz üben als lange und selten!

2. Du übst ohne Spiegel

Du guckst beim Spielen nie in den Spiegel und deswegen ist deine Haltung schlecht. Kontrolliere dich immer mal wieder mit einem Ganzkörperspiegel. Ein kleines bisschen Eitelkeit schadet nicht!

3. Du hast keinen Plan

Du spielst einfach drauflos, ohne dir zu überlegen, welchen Aspekt du eigentlich verbessern möchtest. Dann wunderst du dich, warum die Fortschritte ausbleiben. Also erst planen, dann loslegen.

4. Du spielst, was du schon kannst

Wenn du übst, willst du dich ja eigentlich verbessern. Das geht aber nur, wenn du dich an die Sachen heranwagst, die du noch nicht kannst. Um wirkliche Fortschritte zu machen, kannst du das sogenannte „Deliberate Practice“ anwenden.

5. Du spielst das Stück immer ganz durch

Dieser Punkt hängt mit dem vorhergehenden zusammen. Du wiederholst hier eine Menge, die du wahrscheinlich schon gut beherrschst. Um die Übezeit effizient zu nutzen, kannst du dir gezielt die schwierigen Dinge herauspicken.

6. Du machst fehler beim üben

Du bist unkonzentriert oder willst zu viel auf einmal erreichen und spielst wiederholt etwas Falsches. Dadurch merkt sich dein Gehirn die Fehler und du machst sie immer wieder. Achte darauf, Fehler beim Üben sofort zu verbessern, damit du dir die korrekte Version einprägst.

7. Du machst keine Übungen zur Technik

Du findest Technikübungen langweilig und lässt sie daher gerne mal aus? Das wird sich rächen! Durch die Schulung deiner Technik lernst du die Grundlagen, die dir erst ermöglichen, Stücke schön zu spielen. Je besser die Grundlagen sitzen, desto schneller kannst du in Zukunft neue und schwierigere Stücke einüben. Also beginne jede Übesession mit einem Technikblock und du wirst staunen, wie du dich verbesserst!

8. Du bist unkonzentriert

Effektives Üben steht und fällt mit der Konzentration. Sorge dafür, dass du beim Üben nicht abgelenkt oder gestört wirst.

9. Du machst keine Pausen

Der Mensch ist bekanntlich keine Maschine, und dewegen brauchen wir Pausen. Übst du zu lange am Stück, lässt die Konzentration immer mehr nach. Außerdem kannst du dich auch körperlich überlasten und bekommst Schmerzen. Das muss nicht sein. Lege regelmäßig Pausen ein.

10. Du schläfst zu wenig

Effektives Üben braucht Konzentration, und die kannst du nur aufbringen, wenn du ausgeschlafen bist. Darüber hinaus spielt der Schlaf eine wichtige Rolle für das Gedächtnis. Wer zu wenig schläft, kann sich also weniger merken. Wäre doch blöd, wenn du die Hälfte von dem, was du eingeübt hast, wieder vergisst, oder?

Kommen dir diese 10 Fehler beim Üben bekannt vor? Also ich habe wohl ALLE davon schon mal gemacht. Und du? Schreibe einen Kommentar!

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10 Übetechniken, die dich zu einem besseren Musiker machen

Willst du ein besserer Flötist werden? Willst du mehr aus deiner Übezeit herausholen? Dann ist dieser Artikel für dich! Ich habe etwas Literatur durchstöbert und die meiner Meinung nach besten 10 Übetechniken für dich zusammen gefasst:

  1. Immer korrekt üben: das bedeutet, die richtigen Töne mit dem richtigen Rhythmus, der richtigen Dynamik und dem richtigen Ausdruck zu spielen. Wenn es nötig ist, musst du das Tempo entsprechend verringern und dann nach und nach steigern. Auf keinen Fall solltest du dich überfordern und dich durch ein Stück durchpfuschen. Damit würdest du dir nur die Fehler einprägen.
  2. 10-20 fehlerfreie Wiederholungen sind notwendig, um etwas im Gedächtnis zu verankern. Daher solltest du alle Stellen so oft üben. Wenn du 20 fehlerfreie Wiederholungen geschafft hast, kannst du davon ausgehen, dass die diese Stelle wirklich beherrschst.
  3. Regelmäßig üben: zum Querflöte spielen braucht man Muskelkraft und diese muss trainiert werden. Je mehr Kraft du hast, desto länger kannst du ermüdungfrei spielen.
  4. Grundmuster üben, z.B Tonleitern, Akkorde: am besten täglich 15-20 Minuten. Was dir das bringt? Du hast damit diese Grundmuster parat und kannst sie sofort abrufen, dadurch brauchst du sie nicht jedes Mal Ton für Ton einstudieren. Außerdem trainiert man so Kraft, Schnelligkeit und motorisches Gedächtnis.
  5. Übergänge und seltene und schwierige Stellen am meisten üben: da man diese Stellen sonst unterdurchschnittlich oft übt, beherrscht man sie auch schlechter und macht dadurch dort am meisten Fehler.
  6. Von hinten nach vorne üben: Wenn du ein Stück einübst, dann beginnst du am Schluss. Wenn du den beherrschst, nimmst du dir die Takte davor vor und wiederholst das solange, bis du am Anfang des Stücks angekommen bist. Das ist auch beim auswendig lernen eine gute Vorgehensweise. Der Vorteil ist, dass du im Lauf des Stücks immer sicherer wirst und immer genau weißt, wo es hingeht.
  7. Mentales Üben: diese Technik wird oft im Sport angewendet. Sie funktioniert so: du stellst dir vor, das Stück zu spielen und zwar mit allen zugehörigen Sinnen (Gehör, Sehen, Tastsinn). Dies ist eine der Übetechniken, die sich sehr gut eignen, um Wartezeiten sinnvoll zu nutzen. Am besten funktioniert sie übrigens, wenn sich mentales und tatsächliches Üben abwechseln.
  8. Zu übende Stücke häufig anhören und wenn möglich die Noten mitlesen: dies bewirkt, dass du dir den Klang des Stückes einprägst. Dadurch kannst du dich beim Spielen besser selbst überprüfen. Außerdem lernst du dabei, wie andere Musiker das Stück interpretiert haben. Auch diese Übetechnik ist gut für Warte- und Fahrzeiten geeignet.
  9. Auf ausreichend Schlaf achten, denn Erlerntes wird im Schlaf ins Langzeitgedächtnis geschrieben. Wenn du zu wenig schläfst, bringt dir das Üben also gar nicht viel.
  10. Pausen machen: Pausen sind notwendig, damit du dich konzentrieren kannst. Du solltes nach 20-30 min eine kleine Pause von wenigen Minuten und nach 90 min eine längere Pause von 15-20 min. einlegen. Außerdem müssen wir immer eine kurze Pause machen, wenn muskuläre Ermüdung eintritt, um Überlastung zu vermeiden.

Das waren die 10 besten Übetechniken. Welche davon wendest du schon an?

Willst du mehr zu Thema „richtig üben“ erfahren? Dann schau dir auch meinen Artikel Deliberate Practice – Erfolg für Musiker an.

Quellen:

Gerhard Mantel: Einfach üben – 185 unübliche Überezepte für Instrumentalisten, 2001, 2010 Schott Music GmbH&Co. KG, Mainz, ISBN 978-3-7957-8724-0

Mark Andreas Giesecke: Clever üben, sinnvoll proben, erfolgreich vorspielen, 1999, Musikverlag Zimmermann, Frankfurt am Main, ISBN 3-921729-72-6

Zeit zum Üben finden: meine 8 besten Tricks

„Ich habe viel zu wenig Zeit zum Üben.“ Könnte dieses Zitat von dir stammen? Mir persönlich ist dieses Problem leider sehr vertraut. Wie ich es aber trotzdem schaffe, regelmäßig zu Üben, das verrate ich dir in diesem Artikel.

Meine 8 besten Tricks, um Zeit zum Üben zu finden

Planung: jeden Abend plane ich den nächsten Tag mit einer To-do-Liste (mit Todoist). Das Üben bei mir steht bei mir genau so darauf wie einkaufen oder staubsaugen. Dadurch sorge ich automatisch dafür, dass ich für das Üben genug Zeit einplane und es nicht im Alltag untergeht.

Prokrastination bekämpfen: manchmal fällt es mir schwer, eine Aufgabe in Angriff zu nehmen. Das kennt wohl jeder, vermute ich! Was ich dagegen mache? Ich konzentriere mich ganz auf das Anfangen und blende alles andere aus. Es ist nämlich meistens der Gedanke daran, dass die Aufgabe ewig dauern wird und super schwierig ist, der mich lähmt. Und wenn ich dann erst mal angefangen habe, stelle ich oft fest, dass alles halb so wild ist!

Das Equipment griffbereit haben: ich bewahre alles Equipment, was ich zum Flöte üben brauche, an einem Ort auf, nämlich da, wo ich übe. Das hilft mir, sofort loszulegen, ohne dass ich noch mal abgelenkt werden könnte.

Nein sagen: ich habe mir angewöhnt, öfter mal Einladungen abzusagen. Bevor ich irgendwas zusage, frage ich mich immer, ob es den Zeitaufwand wert ist.

Genug schlafen: ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn ich müde bin, bin ich völlig unproduktiv. Irgendwie dauert dann alles viel länger als sonst und ist auch viel anstrengender. Deswegen achte ich darauf, jede Nacht acht Stunden zu schlafen. Wie ich das hinkriege? Das verrate ich dir im nächsten Punkt:

Weniger Medien: ich bin ziemlich ignorant, was Film und Fernsehen angeht. Auch bei den sozialen Netzwerken bin ich nicht übermäßig aktiv. Das schafft viel freie Zeit, gerade abends. Die nutze ich zum Schlafen. Und tagsüber bin ich dann fit und konzentriert (meistens wenigstens).

Weniger Zeug: je weniger Krimpelkrams man besitzt, desto weniger muss man aufräumen. Auch das Putzen geht umso schneller, je weniger im Weg steht. Daher achte ich darauf, dass sich nicht so viel Zeug ansammelt und spare Zeit im Haushalt.

Zum Schluss noch ein spezieller Trick: weniger bügeln. Ich bügel nur die Sachen, bei denen es unbedingt notwendig ist. Die meisten Klamotten sind auch ohne bügeln ok, wenn man sie direkt faltet, nachdem man sie von der Leine genommen hat.

Das waren meine persönlichen Tricks zum Thema „Wie finde ich Zeit zum  üben?“. Probier doch einfach mal den einen oder anderen Punkt aus, vielleicht funktioniert das für dich ja genauso gut wie für mich. Oder hast du selbst einen guten Trick? Dann schreib einen Kommentar.

TOP – Die neue Wissenschaft vom bewussten Lernen von K. Anders Ericsson und Robert Pool

TOP – Die neue Wissenschaft vom bewussten Lernen von K. Anders Ericsson und Robert Pool, erschienen 2016 im Pattloch Verlag, 381 Seiten, ISBN 978-3629130792, 19,99 €

K. Anders Ericsson ist Professor der Psychologie an der Florida State University und forscht seit über 30 Jahren zum Thema „Expertise“. Seine Erkenntnisse hat er im Buch „TOP – Die neue Wissenschaft vom bewussten Lernen“ zusammengefasst. Er erklärt darin, wie man durch „die richtige Art des Übens“ Fähigkeiten erwerben kann, welche Rolle Talent und Motivation spielen, und wie man seine Ergebnisse im Alltag, im Bildungswesen und im Arbeitsleben anwenden kann.

Der Inhalt von „Top – Die neue Wissenschaft vom bewussten Lernen“

Im ersten Kapitel geht der Autor darauf ein, wie man durch „gezieltes Üben“ Verbesserungen erzielen kann und warum Erfahrung und investierte Zeit oftmals nicht zu Verbesserungen führt.

Das zweite Kapitel dreht sich um das Gehirn, und wie sich dieses durch Lernen verändert. Ericsson hat herausgefunden, dass das Gehirn bei mentalem Training sowohl Struktur als auch Arbeitsweise verändert. Bei Gitarristen Geigern und Cellisten ist das Gehirnareal, das die Finger der linken Hand steuert, deutlich größer als bei anderen Menschen. Auch andere Gehirnbereiche sind bei Musikern größer als bei Nichtmusikern. Grundsätzlich verändert sich das Gehirn immer in den für die geübte Fähigkeit relevanten Bereichen.

Was unterscheidet Könner von Anfängern? Diese Frage will Ericsson im dritten Kapitel beantworten. Dafür hat er den Begriff „mentale Repräsentationen“ geprägt. Zitat: „Je mehr man kann, desto besser sind die mentalen Repräsentationen, und je besser die mentalen Repräsentationen, desto effektiver kann man üben, um sein Können zu steigern.“

Im vierten bis sechsten Kapitel geht es um das bewusste Lernen. Der Autor beschreibt, was das ist, wie es funktioniert und auf welche Gebiete man es anwenden kann. Er beschreibt im einzelnen, worauf es ankommt, wenn man das bewusste Lernen im Arbeitsleben oder im Alltag (damit sind in erster Linie Hobbies gemeint) anwenden möchte.

Wie man auf einem Gebiet bis zu Welspitze vordringt erkärt Ericsson in Kapitel sieben. Er beschreibt den Weg von der ersten Beschäftigung mit dem Gebiet bis zur Weltspitze. Er geht auch darauf ein, welche Rolle das Alter beim Lernen spielt. Außerdem spricht er kurz die Frage an, wie sich gute Leistungen auf kreativen Gebieten erreichen lassen.

Das achte Kapitel ist der Frage gewidmet, ob es Naturtalente gibt. Ericsson schreibt, er habe in seiner langen Laufbahn kein einziges Beispiel gefunden, wo jemand ohne Training außerordentliche Fähigkeiten gezeigt hätte. Allerdings ist die Rolle der Gene noch nicht abschließend geklärt.

Im letzten Kapitel macht der Autor Vorschläge, was man mit seinen Erkenntnissen in Zukunft anfangen könnte. Er plädiert dafür, die Bildung umzugestalten, weg von der Wissensvermittlung, hin zum Erwerb von Fähigkeiten. Besseres Training im Arbeitsleben könnte die medizinische Versorgung und viele andere Bereiche enorm voranbringen. Auch das Expertentraining könnte seiner Meinung nach noch weiter verbessert werden.

Meine Bewertung von „Top – Die neue Wissenschaft vom bewussten Lernen“

Das Buch ist interessant und gut lesbar geschrieben und enthält viele Beispiele und Geschichten. Mit seinen insgesamt 381 Seiten ist es aber auch ziemlich lang. Ich persönlich hätte es besser gefunden, den Text etwas kürzer zu halten und stärker zu strukturieren, da ich es schwierig fand, die Kernaussagen heraus zu filtern.

Inhaltlich ist das Buch interessant und für Musiker zweifellos sehr relevant. Der Autor behandelt das Thema umfassend und praxisnah, d.h. alles ist so beschrieben, dass man es praktisch anwenden kann. Das einzigen, was meiner Meinung nach etwas zu kurz gekommen ist, ist die Frage wie man sich in kreativen Fähigkeiten verbessern kann.

Trotz kleiner Kritikpunkte gibt es von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Das Buch ist relevant für jeden, der etwas lernen möchte. Und wer will das nicht?

Das Buch bei Amazon*

Eine Zusammenfassung des Inhalts findest du hier: Deliberate Practice – Erfolg für Musiker

*Bei den verwendeten Links handelt es sich um Affiliate Links. Durch einen Kauf über den Link werde ich am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.

Die Talentlüge von Daniel Coyle

„Die Talentlüge – warum wir (fast) alles erreichen können“ von Daniel Coyle, erschienen 2009 bei der Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach

Es gibt kein angeborenes Talent. Fähigkeiten erwirbt man durch ausdauerndes und richtiges Training. So könnte man die Aussage des Buches „Die Talentlüge“ zusammenfassen. Der Autor illustriert am Beispiel von Sportlern, Musikern, Schülern und Schriftstellern, worauf es beim Erwerb von Fähigkeiten ankommt. Außerdem erklärt er, was dabei im Gehirn des Lernenden passiert.

Der Inhalt von „Die Talentlüge“

Teil 1: Aktives Lernen

Daniel Coyle stellt die Rolle des Gehirns beim Lernen vor. Dabei konzentriert er sich auf eine Substanz namens Myelin und beschreibt, was diese bewirkt und wie sie durch Lernen gebildet wird. Der Autor betont jedoch auch, dass die Myelinforschung noch in den Kinderschuhen steckt und viele weitere Untersuchungen notwendig sind.

Zitat: „Eine Fähigkeit ist eine Myelinschicht, die sich um einen Schaltkreis legt und auf bestimmte Signale hin wächst.“

Danach geht Daniel Coyle darauf ein, wie das Erlernen von Fähigkeiten funktioniert. Er erklärt, was Expertise ausmacht und wie man sie erlangt. Für das Üben bzw. Trainieren verwendet er den Begriff „aktives Lernen“.

Teil 2: Initialzündung/Motivation

Der zweite Teil des Buches dreht sich um das Thema Motivation. Bevor jemand beginnt, sich eine Fähigkeit anzueignen, muss er erstmal den Beschluss dazu fassen. Die Initialzündung erfolge dabei oft durch einen Anstoß aus der Umwelt, z.B. durch nahestehende Personen oder mediale Ereignisse. Da das jahrelange intensive üben/trainieren sehr anstrengend ist, sei es entscheidend, die Motivation dauerhaft aufrecht zu erhalten. Coyle nennt einige Faktoren, die motivieren können.

Teil 3: Meistertrainer

Den dritten Teil des Buches widmet Daniel Coyle den Trainern bzw. Lehrern. Er beschreibt, welche Eigenschaften ein guter Lehrer hat und wie dieser das Training oder den Unterricht gestaltet.

Meine Bewertung von „Die Talentlüge“

Das Buch liest sich sehr flüssig und hat nichts von einem wissenschaftlichen Text. Das Buch enthält viele Beispiele. So nimmt Daniel Coyle uns mit auf seine Reise zu brasilianischen Nachwuchsfußballern, in einen Tennisclub in Moskau, in amerikanische Musikschulen und einigen Zielen mehr.

Die Talentlüge ist ein spannend und unterhaltsam geschriebenes Buch. Das Kapitel über die Vorgänge im Gehirn beim Lernen fand ich lehrreich und interessant, da ich das meiste davon noch nicht wusste. Die Kernaussage kann einen inspirieren und motivieren.

Negativ aufgefallen ist mir, dass der Autor sein Buch stark auf plakative Aussagen ausgerichtet hat. Meines Wissens nach ist das Thema durchaus komplexer. Ein weiterer Minuspunkt ist, das es durch die extrem zahlreichen Beispiele schwer ist, die wichtigen Aussagen herauszufiltern.

Insgesamt fand ich das Buch spannend und interessant, würde es aber nicht als der Weisheit letzter Schluss betrachten. Ich empfehle es allen, die ihre Übungsroutine verbessern möchten und sich dabei auch für die Funktionsweise des Gehirns interessieren.

Neugierig geworden? Bestell „Die Talentlüge“ bei Amazon*

*Bei den verwendeten Links handelt es sich um Affiliate Links. Durch einen Kauf über den Link werde ich am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.

Deliberate Practice – Erfolg für Musiker

Wie wird man eigentlich eine richtig gute Flötistin oder allgemeiner ein richtig guter Musiker? Auf der Suche nach einer Antwort bin ich auf das Buch „Top – Die neue Wissenschaft vom bewussten Lernen“ von K. Anders Ericsson und Robert Pool gestoßen. Ericsson ist Professor der Psychologie an der Florida State University und forscht seit langem zum Thema „Expertise“. Dabei hat er den Begriff „Deliberate Practice“ bzw. „Bewusstes Lernen“ geprägt. Deliberate Practice – Erfolg für Musiker weiterlesen