Dein Motivationstyp – was treibt dich an?

Wie kann man sich zum Flöte spielen motivieren? Das ist Typsache! Wir alle werden von unterbewussten Motiven geleitet. Diese lassen sich in drei Gruppen einteilen: Leistung, Macht und Anschluss. Wichtig zu wissen: diese Gruppen schließen sich NICHT gegenseitig aus. Oft ist eine aber stärker ausgeprägt. Und je nachdem, welche Motivgruppe bei dir am stärksten ausgeprägt ist, gehörst du zum entsprechenden Motivationstyp. Und das hat großen Einfluss darauf, wozu du motiviert bist und wozu eher nicht.

Wenn wir uns also dazu motivieren wollen, Musik zu machen, zu üben, regelmäßig zur Probe zu gehen usw., dann hilft es, wenn wir diese Dinge so gestalten, dass es unserem Motivationstyp entspricht.

Leistung

Wenn du von Leistung motiviert bist, dann geht es dir darum, deine eigene Leistung zu steigern. Dagegen ist dir nicht so wichtig, was die anderen über dich denken und ob sie dich mögen. Als Flötist geht es dir darum, deine Technik zu perfektionieren und Werke richtig und gut spielen zu können.

Macht

Wenn bei dir das Machtmotiv dominant ist, willst du Macht und Einfluss über andere zu bekommen. Status und Prestige sind dir wichtig, außerdem magst du den Wettstreit mit anderen. Am Flöte spielen begeistert dich wahrscheinlich die Möglichkeit, aufzutreten und dein Können zu demonstrieren.

Anschluss

Menschen mit Anschlussmotiv suchen den Kontakt zu anderen Menschen. Wenn du nach Anschluss suchst, ist dir wichtig, von anderen gemocht zu werden. Wo es um Musik geht, könnte das Spielen in einer Band oder einem Orchester das sein, was dich antreibt.

Fazit zum Motivationstyp

Motivation lässt sich u.a. dadurch erreichen, dass wie unsere unterbewussten Motive ausnutzen und unsere Tätigkeiten danach gestalten. Das gilt auch für das Flöte spielen. Glücklicherweise ist das Gebiet „Musik“ groß und vielfältig genug, dass für alle Motivationstypen etwas dabei ist. Also überlege, was dich motiviert und bringe mehr davon in dein (flötistisches) Leben!

Weitere Artikel

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Nicht du bist das Problem, sondern deine Umgebung

Machst du so viel Musik wie du willst? Oder fehlen dir manchmal Zeit und/oder Motivation? Wenn das so ist, dann liegt es möglicherweise gar nicht an deiner Zeitplanung und auch nicht an deiner Willensschwäche. Vielleicht lebst du einfach in einer Umgebung, die dich von der Musik abhält. Unser Verhalten wird nämlich maßgeblich durch unsere Umgebung beeinflusst.

Das können wir uns zunutze machen, indem wir die Umgebung in Übereinstimmung mit unseren Zielen gestalten. Wie das funktioniert? Bis ins letzte kann ich das auch nicht sagen, aber ich habe da ein paar Ideen:

Halte dein Equipment in Ordnung. Wenn dein Instrument nicht richtig funktioniert oder dein Notenständer andauernd zusammenbricht, ist das vermutlich nicht motivierend. Also versetze dein Equipment in einen top Zustand und reinige es auch regelmäßig. Wer will schon verdreckte Gegenstände anfassen?

Tu dein Equipment dahin, wo du es siehst und leicht erreichen kannst. Wenn du deine Flöte und deine Noten irgendwo ganz hinten im Schrank verstaut hast, ist es ein riesiger Aufwand, die Sachen heraus zu holen. Das kann einen schnell davon abhalten, überhaupt anzufangen. Wenn du aber dein Instrument und Co. ständig siehst, wirst du sogar noch daran erinnert, dass du ja eigentlich Musik machen wolltest.

Räume Ablenkungen an die Seite. Also genau das gegenteilige Prinzip wie beim vorhergehenden Punkt. Mir persönlich hilft es jedenfalls sehr, wenn ich beim Üben alles aus dem Blickfeld habe, was ich sonst noch so tun könnte.

Nutze elektronische Geräte. Fernsehen, Computer und Smartphone können extreme Zeitfresser sein. Du kannst sie aber auch nutzen, um deine Ziele zu erreichen. Zum Beispiel zum Musik hören, Noten schreiben, Konzerte anschauen, Bücher lesen und vieles mehr. Richte deine Geräte so ein, dass du die erforderlichen Programme, Apps oder Funktionen schnell öffnen kannst.

Dekoriere deine Wohnung. Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es mit einem Poster von deinem Vorbild? Oder dem Plattencover deines Lieblingsalbums?

Umgib dich mit anderen Musikern. Ihr könnt nicht nur zusammen Musik machen, sondern ihr werdet euch sicherlich öfter über Musik unterhalten. Dabei kannst du nicht nur wertvolle Tipps bekommen, sondern es kann dich eben auch motivieren.

Was tust du, um dich zu motivieren? Hast du noch weitere Tipps, wie man seine Umgebung „musikalisch“ gestalten könnte? Schreibe einen Kommentar!

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5 unfaire Vorteile von Flötisten

Sind Flötisten eigentlich normale Menschen? Oder Überflieger? Letzteres ist vielleicht übertrieben, aber sie verfügen schon über ein paar unfaire Vorteile gegenüber Nicht-Musikern!

Sie beherrschen Teamwork

Ob Orchester, Kammermusikensemble oder Band: Flötisten sind echte Teamplayer. Und damit lernen sie zwangsläufig einiges über Teamwork. Das Zusammenspiel funktioniert schließlich nur, wenn alle aufeinander hören und miteinander kommunizieren. Auch sind Flötisten daran gewöhnt, bei Auftritten sich und ihr Können zu präsentieren.

Sie wissen, wie Lernen geht

Die Frage, wie man sich eine Fähigkeit aneignet, können Flötisten beantworten. Sie wissen aus Erfahrung, dass Fortschritte nur durch wiederholtes Üben erreicht werden können. Außerdem haben sie sich auch daran gewöhnt, dass nicht alles gleich klappt, sondern eine Menge falscher Töne notwendig ist, bis man ein neues Stück beherrscht.

Sie entwickeln Durchhaltevermögen

Jeder, der das Anfangsstadium auf der Querflöte überwunden hat, hat einiges an Durchhaltevermögen bewiesen. Denn Flöte spielen lernt man nicht ein einer Hauruck-Aktion, sondern durch viele kleine Schritte. Auch den einen oder anderen Misserfolg muss man einstecken. So werden Flötisten zu Dranbleibern, die nicht bei der kleinsten Schwierigkeit aufgeben.

Sie können sich motivieren

Unterricht, üben, proben…Querflöte spielen ist anstrengend! Und eine sofortige Belohnung gibt es auch nicht immer. Beste Voraussetzungen also für den berüchtigten Schweinehund. Flötisten sind also kompetente Schweinehund-Bezwinger.

Sie haben unendliche Entwicklungsmöglichkeiten

Musik ist ein unglaublich umfangreiches, anspruchsvolles und kreatives Gebiet. Damit haben alle, die sich aktiv damit beschäftigen, unendliche Entwicklungsmöglichkeiten. Es gibt so viel zu entdecken und auszuprobieren, dass uns eigentlich niemals langweilig werden kann. Querflöte spielen kann einen außerdem in den Flow* versetzen. Und das macht glücklich.

Fazit: Flötisten haben tatsächlich unfaire Vorteile

Was denkst du? Haben Flötisten unfaire Vorteile gegenüber Menschen, die nicht aktiv Musik machen? Gibt es vielleicht noch mehr unfaire Vorteile? Schreibe einen Kommentar!

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Ziele setzen – Warum die SMART-Methode nicht funktioniert

Die SMART-Methode wird ja als der absolute Alleskönner im Bereich Zielsetzung gehandelt. Bei mir sind aber alle Versuche, diese Formel auf meine Ziele anzuwenden, gescheitert. Vielleicht bin ich zu blöd!? Oder die Formel funktioniert einfach nicht für alle Ziele? Ich glaube ehrlich gesagt eher an die zweite Möglichkeit. Lass mich erklären:

Was ist die SMART-Methode?

Das ganze stammt ursprünglich aus dem Projektmanagement, wird heute aber auch für die persönliche Zielsetzung empfohlen. SMART ist ein Akronym für:
Spezifisch: das Ziel muss genau beschrieben werden
Messbar: die Zielerreichung soll messbar sein
Akzeptiert: alle Beteiligten müssen das Ziel akzeptieren
Realistisch: das Ziel muss mit den gegebenen Mitteln erreichbar sein.
Terminiert: wir brauchen eine Deadline, bis zu der das Ziel erreicht sein soll

Meine Erfahrungen mit der SMART-Methode

Meine Ziele sind eher kreativer Natur, in der letzten Zeit war es z.B. das Ziel „ich will gut improvisieren können“. Überlegen wir jetzt mal, wie sich die einzelnen Forderungen auf mein Ziel anwenden lassen:

Spezifisch: das Ziel soll genau beschrieben sein. Und hier komme ich schon nicht mehr richtig weiter, denn wie beschreibe ich eine gute Improvisation? Improvisation ist etwas spontan Erfundenes, aber was ist gut? Richtig, virtuos, originell, variantenreich? Grundsätzlich hat man bei kreativen Fähigkeiten doch das Problem, dass sie schwer zu beschreiben sind.

Noch schwieriger wird es, wenn ich das Ganze auch noch messen soll. Wie kann ich den Virtuosität oder Originalität messen? Und ergibt das überhaupt Sinn? Ich glaube nicht!

Ob das Ziel akzeptiert ist, spielt wohl eher eine Rolle, wenn mehrere Personen beteiligt sind. Wenn man sich ein Ziel nur für sich selbst setzt, ist dieser Punkt unwichtig. Ich bin persönlich jedenfalls noch nicht auf die Idee gekommen, mir ein Ziel zu setzen, welches ich gar nicht erreichen möchte.

Realistisch: dieses Kriterium finde grundsätzlich problematisch. Woher soll ich denn wissen, was realistisch ist? Und sind realistische Ziele nicht so langweilig, dass sie einen niemals zum Handeln motivieren können?

Terminiert: diese Forderung halte ich für den größten Schwachsinn. Komplexe Fähigkeiten sind ja etwas, das nie fertig ist, von daher ist eine Deadline meiner Meinung nach auch nicht sinnvoll.

Meiner Meinung nach ist vor allem die Kombination aus „spezifisch“ und „terminiert“ problematisch. Da ich ja nie wirklich vorher wissen kann, wie schnell ich eine Fähigkeit erlernen kann, liege ich höchstwahrscheinlich daneben.

Deswegen mache ich es so, dass ich immer nur eins von beiden festlege. Also entweder ich will etwas definiertes erreichen, dann lasse ich offen, wann das sein wird. Oder anders herum. Bei Auftritten beispielsweise habe ich eine klare Deadline, zu der ich etwas vorspielen muss. So gut, wie ich es zu diesem Zeitpunkt eben kann.

Fazit

Ich finde, die SMART-Methode ergibt einfach keinen Sinn für komplexe und kreative Fähigkeiten. Oder wie siehst du das? Setzt du dir Ziele? Mit welcher Methode?

Weitere Artikel:

Digital Detox in der Fastenzeit: und plötzlich war ich motiviert

Nach 46 Tagen habe ich es endlich geschafft: die Fastenzeit ist um und meine Digital Detox Kur auch (zum Artikel). Es war ein wirklich spannendes Selbstexperiment! Hier kommt mein Fazit:

Ich habe meine Digital Detox Kur durchgezogen, allerdings bin ich gelegentlich bei Recherchen etwas ZU WEIT vom eigentlichen Thema abgekommen. Ich hatte keine technischen Maßnahmen ergriffen, sondern rein auf Selbstkontrolle gesetzt.

8 Dinge, die ich während der Fastenzeit an mir beobachtet habe:

Am Anfang hatte ich immer wieder Entzugserscheinungen, die aber meistens innerhalb von Sekunden wieder verschwunden sind (siehe Zwischenfazit). In den letzten Wochen hatte ich mich aber zunehmend an das Leben ohne digitale Bespaßung gewöhnt.

Meine Internetnutzung war deutlich gezielter und damit auch effizienter.

Als ich die Digital Detox Kur geplant hatte, hatte ich befürchtet, dass es mir ziemlich langweilig werden könnte. Das war aber gar nicht so. Eigentlich hatte ich genau so viel Spaß wie immer.

Ich hatte tatsächlich mehr Zeit für andere Dinge. Die habe ich zum großen Teil dazu genutzt, öfter an die frische Luft zu gehen und mich zu bewegen. Aber auch um mehr Querflöte und Klarinette zu üben.

Statt das Internet zu benutzen habe ich Bücher gelesen und CDs gehört. Daraus hat sich ergeben, dass ich mich viel tiefgehender mit einzelnen Themen beschäftigt habe.

Ich war deutlich produktiver als sonst. Das lag nicht nur an der gewonnenen Zeit. Ohne die ständige Konkurrenz durch Fernsehen und Internet war ich einfach viel motivierter, irgend etwas nützliches anzupacken. Ich habe sogar manchmal Dinge erledigt, die gar nicht direkt auf der To-do-List standen, einfach, weil mir gerade danach war!

Wie geht es jetzt für mich weiter?

Also ich will auf keinen Fall wieder in meine alten Gewohnheiten zurückfallen. Hin und wieder mal im Internet zu surfen ist ja ok, aber Fernsehen und das ständige Nebenbei-auf-das-Smartphone-Gucken muss echt nicht sein. Das will ich gar nicht erst wieder anfangen!

Digital Detox in der Fastenzeit: Zwischenfazit

Die ersten 20 Tage meiner Digital Detox Kur (Artikel) sind schon rum und ich finde, es ist Zeit für ein Zwischenfazit. Ich habe mich während dieser Zeit selbst beobachtet und auch Tagebuch darüber geführt. Und ich muss sagen, ich bin teilweise echt überrascht, wie sich das Selbstexperiment bis jetzt auf mich und mein Verhalten ausgewirkt hat!

Das Wichtigste zuerst: bis jetzt habe ich es durchgezogen und es war nicht übermäßig schwierig. Geholfen hat mir dabei bestimmt auch das gute Wetter.

Trotzdem habe ich mich noch nicht komplett daran gewöhnt. Ich bin ehrlich überrascht, wie oft ich den Wunsch verspüre, online zu gehen um mir etwas anzugucken oder durchzulesen, das eigentlich nur der Unterhaltung dient. Ich habe mich dann aber immer beherrscht und irgendwas anderes gemacht und dann ging es auch wieder. Aber diese Beobachtung hat mich schon etwas geschockt und ist für mich ein Zeichen, dass meine Digital Detox Kur tatsächlich sinnvoll ist.

Mein Leben ist auch ein bisschen langweiliger geworden, aber nicht so viel, wie ich befürchtet hatte. Am schwierigsten ist es, wenn ich frustriert oder irgendwie schlecht drauf bin. Dann fehlt mir die Möglichkeit, mich mit Medienkonsum abzulenken und aufzumuntern. Ich weiß noch nicht, ob das gut oder schlecht ist.

Ich habe festgestellt, dass ich tatsächlich mehr Zeit habe und diese auch gut nutze. Zum Beispiel habe ich mehr Querflöte und Klarinette geübt. Im Schnitt dürften es täglich etwa 20 Minuten mehr sein als vor der Fastenzeit. Das macht pro Woche immerhin 2 Stunden und 20 Minuten aus!

Außerdem lese ich mehr Bücher. Bis jetzt habe ich schon drei Bücher zuende gelesen, und hatte auch Zeit genug, um über das Gelesen nachzudenken. Das hat wirklich Spaß gemacht, schließlich liebe ich Bücher! Ich habe aber nicht nur Bücher gelesen, sondern auch die Nachrichten. Jetzt bin ich so gut über das politische Geschehen informiert, wie seit Jahren nicht mehr. Auch in ein paar alte Lehrbücher habe ich mal wieder reingeschaut.

Ich gehe auch mehr raus an die frische Luft (was bestimmt auch mit dem tollen Wetter zusammen hängt).

Dann habe ich noch eine überraschende Beobachtung gemacht: ich bin viel produktiver und trotzdem weniger gestresst. Irgendwie bin ich plötzlich total motiviert, alle möglichen Dinge zu erledigen! Und so macht sich die Arbeit auf einmal scheinbar von selbst. Das ist total verrückt.

Ich bin schon gespannt, wie es den Rest der Fastenzeit weiter geht. Werde ich noch neue verblüffende Effekte beobachten? Mehr dazu demnächst.

Mein Selbstexperiment zur Fastenzeit: Digital Detox

Angeblich nutzt der durchschnittliche Deutsche sein Smartphone ca. drei Stunden pro Tag. Ich habe meine eigene Nutzung zwar nicht gemessen, denke aber, dass ich auch ungefähr auf diese Gesamtdauer komme. Teilweise sind das nützliche und sinnvolle Anwendungen, aber ich verschwende auch eine Menge Zeit mit ziellosem Herumsurfen im Internet und Fernsehen gucken. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich ein kleines bisschen mein Leben verpasse, während ich mich von den ganzen Medien unterhalten lasse. Das soll jetzt aufhören! Deswegen habe ich mir für die Fastenzeit vorgenommen, eine Digital Detox Kur zu machen.

Die Regeln für meine Digital Detox Kur

Ich verzichte auf:

  • Zielloses Surfen im Internet (der wichtigste Punkt)
  • Fernsehen (mach ich eher selten, aber wenn, bereue ich es hinterher immer. Totale Zeitverschwendung.)
  • Filme, Serien und DVDs
  • Computer-, Handy- und Onlinespiele
  • Ziellose Social-Media-Nutzung

Die letzten zwei Dinge habe ich zwar bisher kaum gemacht, aber ich will jetzt auch nicht aus Langeweile damit anfangen, deswegen schließe ich sie vorsichtshalber mit aus.

Ich nutze das Internet/Smartphone weiterhin für:

  • Alles rund ums Bloggen
  • Musik und Radio
  • E-Books
  • Nachrichten
  • Organisatorisches (online-Banking etc.)
  • Bildung und gezielte Recherchen
  • E-Mail und Whatsapp

Ich werde also nicht komplett offline sein und auf jeden Fall auch weiter bloggen!

Die Digital Detox Kur beginnt am 14.02.2018 und geht bis einschließlich 31.03.2018.

Alternative Tätigkeiten

Geschätzt müssten etwa 2,5 Stunden täglich frei werden. Was werde ich in dieser Zeit tun? Ideen habe ich ja genug, ich könnte beispielsweise:

  • Musik machen und Musik hören
  • bloggen
  • mich mehr bewegen und sportlich betätigen
  • Bücher lesen
  • mit Menschen kommunizieren (auf die traditionelle Art)
  • mich vernachlässigten Hobbies widmen (Fremdsprachen, Programmieren, Schach, Jonglieren…)
  • Dinge erledigen (Frühjahrsputz, Steuererklärung etc.)
  • mehr über Bedienung und Funktionsweise von Computer und Smartphone lernen

Ich bin ECHT gespannt, wie sich das eingeschränkte Unterhaltungsangebot auswirken wird. Werde ich mich langweilen? Werde ich unglaublich produktiv sein? Werde ich mehr Zeit mit Musik machen und Musik hören verbringen? Oder andere Hobbies wieder aufleben lassen? Ich kann noch gar nicht einschätzen, wie ich mich verhalten werde!

Hast du schon mal Digital Detox gemacht? Was sind deine Erfahrungen damit? Oder hast du gar keinen Bedarf für so etwas?

Introvertierte und Extrovertierte in der Musik – Wie sie sich unterscheiden und miteinander klarkommen

Bestimmt hast du schon mal davon gehört, dass es introvertierte und extrovertierte Menschen gibt. Aber was heißt das eigentlich genau? Wie unterscheiden sich diese beiden Persönlichkeitstypen? Und was bedeutet das für das Musik machen? Das erfährst du, wenn du weiter liest:

wie unterscheiden sich Introvertierte und Extrovertierte Menschen?

Introversion und Extroversion beschreiben ein Persönlichkeitsmerkmal von uns Menschen. Es sind entgegengesetzte Pole. Wir sind aber nicht entweder introvertiert oder extrovertiert, sondern jeder bewegt irgendwo dazwischen. Die meisten Menschen liegen irgendwo im mittleren Bereich und werden ambivertiert (oder zentrovertiert) genannt. Sie weisen eine Mischung aus introvertierten und extrovertierten Eigenschaften auf.

Introvertierte sind nach innen gewandt, d.h. sie sind vorrangig mit der Verarbeitung innerer Vorgänge beschäftigt. Sie haben im Vergleich längere Nervenbahnen. Außerdem sind sie ängstlicher und geraten schneller in Stress.

Extrovertierte sind nach außen gewandt, also eher mit der Verarbeitung äußerer Eindrücke beschäftigt. Sie haben kürzere Nervenbahnen. Sie sind weniger ängstlich und mehr auf Belohnungen aus. Das macht sie vergleichsweise risikofreudig.

Es gibt darüber hinaus einen Unterschied in der Empfindlichkeit für Reize: Introvertierte brauchen eher ihre Ruhe und reagieren gestresst, wenn sie zu viel Trubel ausgesetzt sind. Extrovertierte mögen und brauchen viele Eindrücke aus der Außenwelt. Sie langweilen sich, wenn es um sie herum zu ruhig ist.

Ob man introvertiert, ambivertiert oder extrovertiert ist, ist auch biologisch angelegt und bleibt daher das ganze Leben weitgehend gleich. Wir können also weder uns selbst noch andere umerziehen. Es ist allerdings durchaus möglich, sich anders zu verhalten. Das kostet uns dann aber sehr viel Energie, die wir dann an anderer Stelle unbedingt auftanken müssen.

Welche Stärken und Bedürfnisse haben Introvertierte und Extrovertierte?

Stärken: Introvertierte sind ruhig, konzentriert, und können gut zuhören, während Extrovertierte spontan, flexibel und tatkräftig sind.

Bedürfnisse: Introvertierte brauchen Ruhe, Sicherheit und Zeit für sich selbst, Extrovertierte brauchen Anregungen, Belohnungen und soziale Kontake.

Musik machen für Introvertierte und Extrovertierte

Wenn man sich Ziele setzt, sollte man die Umsetzung gemäß seines Typs angehen. Jedenfalls steigen dadurch die Chancen, dass wir an unserem Vorhaben dranbleiben.

Wenn es darum geht, etwas zu lernen, zeigen Intros und Extros die folgenden Präferenzen:

Lernen für Introvertierte: Intros wollen den Stoff erst mal verstehen, bevor sie mit der Anwendung beginnen. Also erst Theorie, dann Praxis. Sie wollen Aufgaben erst alleine lösen und danach darüber diskutieren. Sie brauchen beim Lernen Ruhe und Struktur, keine schnellen Themenwechsel, dafür einen vorhersehbarer Ablauf.

Lernen für Extrovertierte: sie wollen den Lernstoff zuerst ausprobieren und anwenden, dann die Theorie lernen. Außerdem brauchen sie viel Austausch und viel Abwechslung. Um Extros zu motivieren, funktionieren Belohnungen und Wettbewerb, sowie den Nutzen der Lerninhalte herauszustellen.

Für die Musik bedeutet das: für Extros sind Proben in der Gruppe und Auftritte Situationen, die ihnen leichtfallen und wo sie ihre Stärken ausleben können. Die Intros sind von diesen Situationen eher gestresst. Dafür haben sie vermutlich weniger Probleme mit dem Üben, da sie sich gut konzentrieren können, wenn sie ihre Ruhe haben.

Den Introvertierten dürfte das Üben leichtfallen. Das können sie ausnutzen, um ihre musikalischen und technischen Fähigkeiten auf dem Instrument zu entwickeln und zu perfektionieren. Außerdem können sie sich akribisch auf Proben und Auftritte vorbereiten.

Extrovertierte können sich auf der Bühne gekonnt in Szene setzen und mit ihrer Spontaneität auf das Publikum und auf ihre Mitmusiker reagieren. Auch das Improvisieren fällt ihnen möglicherweise leichter.

Wenn sich Intros und Extros zusammen tun, kann das zu hervorragenden Ergebnissen führen, weil sie sich gegenseitig ergänzen. Allerdings gibt es dabei auch ein Konfliktpotenzial. Das liegt daran, dass wir Menschen dazu neigen, unsere eigenen Eigenschaften als das Maß der Dinge zu betrachten und dadurch intolerant zu werden. Wenn wir aber akzeptieren, dass wir unterschiedliche Stärken und Bedürfnisse haben, dann kann die Zusammenarbeit gelingen.

Fazit

Grundsätzlich fordert das aktive Musizieren sowohl introvertierte als auch extrovertierte Verhaltensweisen. Dementsprechend ist auch kein Persönlichkeitstyp per se im Vorteil. Aber sie gehen unterschiedlich an die Sache heran.

Du weißt nicht, ob du introvertiert, extrovertiert oder ambivertiert bist? Mach den Test!

Du möchtest mehr wissen? Dann schau dir das Buch „Intros und Extros – Wie sie miteinander umgehen und voneinander profitieren“* von Sylvia Löhken an!

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WOOP – Wie du in 4 Schritten deine Vorsätze einhältst

Das Problem kennt wohl jeder: man startet mit den besten Vorsätzen in das neue Jahr und dann kann man sie nicht dauerhaft einhalten.
Aber es gibt eine Lösung, sogar wissenschaftlich erprobt: eine Methode namens WOOP, entwickelt von der Psychologieprofessorin Gabriele Oettingen.

Prof. Oettingen hat in ihren Studien nämlich herausgefunden, dass positives Denken alleine nicht funktioniert. Das liegt daran, dass man sich entspannt, während man angenehmen Tagträumen nachhängt. Dadurch fehlt einem dann die Energie, die Ziele wirklich anzugehen. Hättest du das gedacht? Die Professorin selbst war jedenfalls von ihren Forschungsergebnissen überrascht.

Die WOOP-Methode

Die WOOP-Methode kann für alle Arten von Vorsätzen oder Zielen verwendet werden. Sie funktioniert über das Unterbewusstsein, daher ist sehr wichtig, die Schritte in der richtigen Reihenfolge durchzugehen. Und das sind die vier Schritte:

  1. Formuliere deinen Wunsch. Hier legst du fest, was dein konkreter Vorsatz ist.
  2. Stelle dir das bestmögliche Ergebnis vor. Hier darfst und sollst du träumen.
  3. Identifiziere dein größtes Hindernis, was dich bei deinem Vorsatz ausbremst.
  4. Formuliere einen Plan, was du tun willst, um das Hindernis zu umgehen oder überwinden. Laut Prof. Oettingen ist es am besten, wenn der Plan in der Form Wenn – Dann ist, also „wenn x passiert, dann mache ich y“.

Fasse jeden Punkt in wenigen Worten zusammen.

Es kann passieren, dass du bei den letzten beiden Schritten feststellst, dass du das Hindernis nicht überwinden kannst oder willst (weil das Opfer zu groß wäre). Dann kannst du das Ziel von Anfang an verwerfen oder zurückstellen und dir Enttäuschungen ersparen. In vielen Fällen kannst du aber bestimmt mit etwas Einfallsreichtum eine Möglichkeit finden, wie du mit deinem Hindernis umgehen kannst!

Beispiele aus meinem Leben

Ich selbst habe die Methode natürlich schon ausprobiert und die folgenden beiden Vorsätze mit WOOP bearbeitet:

Wunsch: Ich will täglich Flöte üben.
Ergebnis: Ich bin bei den Proben in meinem VHS-Kurs gut vorbereitet.
Hindernis: Ich habe keine Zeit.
Plan: Wenn ich meinen Tag plane, dann plane ich immer eine Stunde für das Üben ein.

Wunsch: Ich will täglich an meinen Artikeln für diesen Blog schreiben.
Ergebnis: Ich kann regelmäßig hochwertige Artikel veröffentlichen.
Hindernis: wenn ich unterwegs bin, will ich nicht den Laptop mitschleppen.
Plan: wenn ich unterwegs bin, dann schreibe ich auf dem Smartphone.

Das erste Beispiel hat größtenteils funktioniert, aber nicht immer. Es gab doch ein paar Tage, wo ich das Üben einfach nicht unterbringen konnte, vor allem wenn ich den ganzen Tag unterwegs war. Trotzdem habe ich definitiv mehr geübt, als ich es ohne diesen Vorsatz/Plan geschafft hätte.

Beim zweiten Beispiel hat es fast perfekt funktioniert, ich habe nur ganz wenige Tage versäumt. Ich habe mich an das Schreiben auf dem Smartphone gewöhnt, und da ich das Ding sowieso überall mit hin nehme, konnte ich immer eine Gelegenheit finden, zwischendurch mal etwas zu schreiben.

Mein Vorsatz für 2018 ist übrigens, mein Zeitmanagement zu verbessern und Freizeitstress zu reduzieren. Was ist dein Vorsatz? Oder findest du Neujahrsvorsätze generell blöd?

Du willst mehr über die WOOP-Methode erfahren? In diesem Vortrag erklärt Prof. Oettingen alles Wissenswerte.