Walt-Disney-Methode: in 3 Schritten zum perfekt geplanten Projekt

Du möchtest ein Musik-Projekt entwerfen und planen. Du weißt: gut geplant ist halb erledigt. Aber wie gehst du am besten vor, wenn es sich um kreative Dinge wie Musik handelt? Bei meinen Recherchen habe ich die sogenannte Walt-Disney-Methode gefunden. Ich bin gerade dabei, sie auszuprobieren. Damit du sie auch gleich mal testen kannst, stelle ich sie dir hier vor. Und so funktioniert es:

Die 3 Rollen der Walt-Disney-Methode

1. Der Träumer
Der Träumer ist ein Visionär und entwickelt die verücktesten Ideen. Die Machbarkeit derselben interessiert ihn nicht weiter.

2. Der Realist/Macher
Der Realist ist ein echter Macher. Er kümmert sich um die konkrete Umsetzung der Ideen. Dabei hat er die notwendigen Arbeitsschritte und das benötige Equipment stets im Blick und gut geplant.

3. Der Kritiker
Der Kritiker lässt sich nicht durch Euphorie blenden: er sieht sofort die Schwachstellen und Risiken. Daraus leitet er gekonnt Verbesserungsvorschläge ab.

Wichtig: alle drei Rollen sind gleich wichtig und nützlich. Wenn eine davon unterdrückt wird, gerät das Projekt in Schieflage.

Um sich besser in die Rollen hinein versetzen zu können, kann man drei Räume nutzen:

Der Raum des Träumers ist groß und bunt dekoriert mit vielen Bildern. Man kann dort sehr bequem sitzen (oder sogar liegen?). Das Licht ist gedämpft. Eventuell könntest du dich auch in die Natur begeben.

Im Raum des Realisten finden sich alle benötigten Werkzeuge. Schreibtisch, Computer, Musikinstrumente. Es kann ein Büro, ein Proberaum oder ein Tonstudio sein.

Für den Kritiker eignet sich ein kleines enges Zimmer, vielleicht mit Stehpult.

Wenn du keine drei Räume zur Verfügung hast (willkommen im Club!), kannst du auch verschieden Ecken eines Raumes nutzen oder zwischendurch umdekorieren.

Die drei Phasen der Walt-Disney-Methode

Zur Durchführung der Walt-Disney-Methode werden alle drei Rollen nacheinander durchlaufen.

1. Wenn du dich in der Rolle des Träumers befindest, kannst du Visionen entwickeln und nach Herzenslust „rumspinnen“, ohne Prüfung oder Kritik. Die Grenzen des Machbaren brauchen dich dabei nicht zu interessieren.

2. Als Realist kümmerst du dich um die konkrete Umsetzung. Du fragst dich „was muss getan werden“ und „was brauchen wir dafür“. Anhand dieser Fragen erstellst du einen konkreten Handlungsplan.

3. Schließlich begibst du dich in die Rolle des Kritikers. Deine Aufgabe ist nun, Schwächen und Risiken des Projektes zu finden. Daraus kannst du dann Verbesserungsvorschläge ableiten.

In vielen Fällen sind mehrere Durchgänge angebracht, um zu einem wirklich guten Ergebnis zu kommen. Aber dann hast du ein Projekt, das sowohl kreativ als auch gut durchdacht und geplant ist.

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Was uns im Jahr 2018 erwartet

Das Jahr 2018 hat begonnen, d.h. es wird Zeit, ein wenig voraus zu schauen und zu planen! Was steht im Jahr 2018 an musikalischen Ereignissen bevor? Und was habe ich persönlich geplant? Hier bekommst du einen (selektiven) Überblick:

Musikmessen im Jahr 2018
  • NAMM Show 25.-28. Januar, Anaheim, Kalifornien, USA
  • Musikmesse Frankfurt 11.-14. April
  • Music China, 10.-13. Oktober, Schanghai, China
  • Musik Produktiv Messe, 9.-11. November, Ibbenbüren
Runde Geburts- und Todestage im Jahr 2018
  • Günter Voglmayr, 50. Geburtstag am 21. Februar, österreichischer Flötist
  • Gulio Briccialdi, 200. Geburtstag am 2. März, italienischer Flötist, Komponist und Flötenbauer, erfand die doppelte Daumenklappe
  • Lili Boulanger: 100. Todestag am 15. März, Komponistin des französischen Impressionismus
  • Bernd Alois Zimmermann: 100. Geburtstag am 20. März, deutscher Komponist der Neuen Musik, bekannt für die Oper „Die Soldaten“
  • Claude Debussy: 100. Todestag am 25. März, einer der wichtigsten Komponisten des Impressionismus
  • Christian Sprenger, 50. Geburtstag am 29. April, deutscher Flötist
  • Cesare Ciardi, 200. Geburtstag am 29. Juni, italienischer Flötist und Komponist, Flötenlehrer von Tschaikowsky
  • Peter Verhofen, 50. Geburtstag am 1. August, belgischer Flötist und Piccoloflötist
  • Leonard Bernstein: 100. Geburtstag am 25. August, US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Pianist, bekannt für sein Musical „West Side Story“
  • Kurt Redel, 100. Geburtstag am 8. Oktober, deutscher Flötist und Dirigent
  • Michel Blavet, 250. Todestag am 28. Oktober, französischer Flötenvirtuose und Komponist
  • Tilmann Dehnhard, 50. Geburtstag, deutscher Jazzsaxophonist und -flötist
Meine persönlichen Pläne für das Jahr 2018

Ich will mich im nächsten Jahr unbedingt weiter mit Jazz befassen und vor allem die Grundlagen der Improvisation erlernen und einüben. Darüber hinaus möchte ich auch gerne ein Jazzfestival besuchen. Das letztere wollte ich die letztes Jahre eigentlich auch schon machen, aber es ist irgendwie an der fehlenden Planung gescheitert. Dieses Mal will ich es geschickter machen und mich rechtzeitig informieren und für ein Festival entscheiden und den Termin freihalten.

Zweitens ist noch ein spezielles Projekt geplant: mein Mann, ein paar Freunde und ich wollen eine Woche zusammen in einer Almhütte leben und musikalisch kreativ sein. Konkrete Ziele bezüglich des Ergebnisses gibt es nicht. Ich bin SEHR gespannt, was dabei so herauskommen wird!

Was hast du dir für das Jahr 2018 vorgenommen?

3 Maßnahmen für einen schönen Ton, die ich regelmäßig anwende

1. Lippenpflege
Mit trockenen und rauen Lippen kann ich überhaupt nicht gut spielen, deswegen beuge ich vor und creme meine Lippen mehrmals täglich ein. Meine Favoriten dafür sind Vaseline und Nivea (die in der klassischen blauen Dose) und für unterwegs Lippenpflegestifte.

2. Töne aushalten
Eine meiner Pflichtübungen zum Einspielen. Damit es nicht zu lange dauert, übe ich jedesmal nur ein paar Töne, z.B die Töne eines Dreiklangs. Ich halte dabei den Ton solange, wie mein Atem reicht und wiederhole jeden Ton so oft, bis ich ihn gut hinkriege. Super Übung!

3. Häufig spielen
Wenn ich mal eine Zeit lang nicht Flöte gespielt habe, merke ich richtig, wie der Ansatz schlechter wird und sich das Spielen viel anstrengender anfühlt. Deswegen sehe ich zu, dass ich mehrmals wöchentlich spiele, auch wenn es nur kurz ist.