Dur-Tonleiter und Moll-Tonleiter

Dur-Tonleiter und Moll-Tonleiter

Die Dur-Tonleiter und Moll-Tonleiter sind zwar schon ziemlich alt, aber trotzdem immer noch top aktuell. Ab 1700 begann ihr Siegeszug, als sie sich gegen die bis dahin vorherrschenden Kirchentonarten durchgesetzt haben. Sie werden verwendet bis heute, wo sie in Rock, Pop, Schlager und Co. eingesetzt werden.

Für die Klugscheißer unter euch: Die Begriffe Dur und Moll kommen aus dem Lateinischen. Durus = hart und mollis = weich.

Wofür braucht man Tonleitern?

Zum Üben: da Melodien sehr viele Tonleiter-Fragmente enthalten, sind Tonleitern ein hervorragendes Übematerial für Dinge wie Fingertechnik und Artikulation.

Zum Improvisieren: wenn du zu einer Begleitung improvisieren willst, helfen dir die Tonleitern, die richtigen Töne zu finden. Wenn deine Begleiter z.B. einen D-Moll-Akkord spielen, kannst du auf den Tönen der D-Moll-Tonleiter improvisieren. So passt deine Melodie zur Begleitung.

Zur Kommunikation: wenn du mit anderen Musikern diskutierst, kann es passieren, dass die über verschiedene Tonleitern reden. Oder sie fragen dich bei der Probe, ob du nicht an dieser Stelle des Songs eine Des-Dur-Tonleiter spielen könntest. Wenn du diesen Artikel gelesen hast, kannst du mitreden!

Wie sind Dur-Tonleiter und Moll-Tonleiter aufgebaut?

Die Dur-Tonleiter erhält man, wenn man auf dem C beginnt und auf den weißen Tasten (des Klaviers) bis zum nächsten C spielt. Das ist dann die C-Dur-Tonleiter. In Noten geschrieben sieht es dann so aus:

C-Dur-Tonleiter

Für die Moll-Tonleiter machen wir dasselbe, aber beginnen mit einem A. Das ist die natürliche A-Moll-Tonleiter. Und hier die A-Moll-Tonleiter in Noten:

A-Moll-Tonleiter Natürlich

Die Moll-Tonleiter gibt es noch in zwei weiteren Varianten: harmonisch und melodisch.

Die harmonische Moll-Tonleiter in A:

A-Moll-Tonleiter Harmonisch

Die melodische A-Moll-Tonleiter:

Tonleiter A-Moll Melodisch

Die melodische Moll-Tonleiter hat also verschiedene Noten, je nachdem, ob man sie aufwärts oder abwärts spielt.

Das Ganze können wir natürlich von jedem Ton aus machen. Dann müssen wir nur mit Vorzeichen arbeiten, um wieder die richtigen Tonabstände zu erhalten. Am Beispiel der G-Dur-Tonleiter sieht es dann so aus:

G-Dur-Tonleiter

Und das ist die (natürliche) G-Moll-Tonleiter:

G-Moll-Tonleiter Natürlich

Insgesamt sind somit 12 verschiedene Dur-Tonleitern möglich. Genauso gibt es 12 Moll-Tonleitern, wobei es wiederum jeweilst drei Varianten gibt (natürlich, harmonisch und melodisch).

Es gibt jeweils eine Dur-Tonleiter und Moll-Tonleiter, die aus den selben Tönen bestehen, d.h. die selben Vorzeichen besitzen. Diese nennt man Paralleltonarten. Die Moll-Tonleiter liegt immer eine kleine Terz unter ihrer parallelen Dur-Tonleiter.

Welche Tonleitern gibt es noch?

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