Leonard Bernstein und seine Zeit

Leonard Bernstein und seine Zeit von Andreas Eichhorn (Hrsg.)

Leonard Bernstein – dieses Jahr feiern wir seinen 100. Geburtstag. Zu diesem Anlass habe ich mich auf die Suche nach Lektüre über das Leben und Werk dieses Musikers gemacht. Gefunden habe ich „Leonard Bernstein und seine Zeit“, herausgegeben von Andreas Eichhorn. Und hier ist meine Meinung zu diesem Buch:

Worum geht es in „Leonard Bernstein und seine Zeit“?

Das Buch beginnt mit einem Prolog und eine (stichwortartigen) Chronik von Bernsteins Leben. Danach folgen 15 Kapitel, die sich einzelnen Aspekten von Bernsteins Arbeit widmen. Im dritten Teil finden wir fünf Werkportraits. Zum Schluss wird das Buch mit einem ausführlichen Anhang vervollständigt.

Die Kapitel sind von unterschiedlichen Autoren geschrieben. Insgesamt steht klar das Werk Bernsteins im Vordergrund, während Bernstein als Mensch nur oberflächlich behandelt wird. Leonard Bernstein wird als Komponist, Dirigent, Pianist und Musikvermittler vorgestellt. Außerdem gehen die Autoren ausführlich auf die von Bernstein komponierten Stücke bzw. Werkgattungen ein. Nicht zuletzt geht es um die politische und religiöse Überzeugung Bernsteins.

Meine Meinung zu „Leonard Bernstein und seine Zeit“

Ich fand „Leonard Bernstein und seine Zeit“ ziemlich spannend, aber nicht ganz leicht zu lesen. Es ist vom Stil her eher akademisch und enthält viele Fremdwörter. Positiv finde ich die Struktur des Buches, mit einzelnen in sich abgeschlossenen Kapiteln. So kann man das Thema aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Am wenigsten gelungen fand ich die Chronik. Die stichpunktartige Auflistung war langweilig und ermüdend zu lesen. Das hätte der Autor meiner Meinung nach entweder kürzer oder interessanter gestalten sollen.

Die anderen Kapitel waren wiederum lesenswert und sehr informativ. Obwohl diese von unterschiedlichen Autoren geschrieben wurden, sind sie sich stilistisch recht ähnlich. Dadurch ergibt sich so eine Art roter Faden durch sämtliche Texte. Insgesamt finde ich die Struktur des Buches sehr gelungen, weil die Autoren den Spagat zwischen „unterschiedliche Aspekte darstellen“ und „ein zusammenhängendes Buch schreiben“ gut gemeistert haben.

Für wen eignet sich „Leonard Bernstein und seine Zeit“?

Dieses Buch richtet sich ganz klar an geübte Leser, die mit komplizierteren Texten mit vielen Fremdwörtern klarkommen. Auch die Grundlagen der Musiktheorie werden von den Autoren vorausgesetzt.

Wer eine packende Story sucht, der wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Auch für einen schnellen Überblick ist das Buch nicht so gut. Stattdessen ist es die richtige Lektüre für alle, die sich ernsthaft mit dem Lebenswerk Leonard Bernsteins auseinandersetzen wollen und gerne verschiedene Aspekte betrachten wollen.

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