WOOP-Methode

WOOP – Wie du in 4 Schritten deine Vorsätze einhältst

Das Problem kennt wohl jeder: man startet mit den besten Vorsätzen in das neue Jahr und dann kann man sie nicht dauerhaft einhalten.
Aber es gibt eine Lösung, sogar wissenschaftlich erprobt: eine Methode namens WOOP, entwickelt von der Psychologieprofessorin Gabriele Oettingen.

Prof. Oettingen hat in ihren Studien nämlich herausgefunden, dass positives Denken alleine nicht funktioniert. Das liegt daran, dass man sich entspannt, während man angenehmen Tagträumen nachhängt. Dadurch fehlt einem dann die Energie, die Ziele wirklich anzugehen. Hättest du das gedacht? Die Professorin selbst war jedenfalls von ihren Forschungsergebnissen überrascht.

Die WOOP-Methode

Die WOOP-Methode kann für alle Arten von Vorsätzen oder Zielen verwendet werden. Sie funktioniert über das Unterbewusstsein, daher ist sehr wichtig, die Schritte in der richtigen Reihenfolge durchzugehen. Und das sind die vier Schritte:

  1. Formuliere deinen Wunsch. Hier legst du fest, was dein konkreter Vorsatz ist.
  2. Stelle dir das bestmögliche Ergebnis vor. Hier darfst und sollst du träumen.
  3. Identifiziere dein größtes Hindernis, was dich bei deinem Vorsatz ausbremst.
  4. Formuliere einen Plan, was du tun willst, um das Hindernis zu umgehen oder überwinden. Laut Prof. Oettingen ist es am besten, wenn der Plan in der Form Wenn – Dann ist, also „wenn x passiert, dann mache ich y“.

Fasse jeden Punkt in wenigen Worten zusammen.

Es kann passieren, dass du bei den letzten beiden Schritten feststellst, dass du das Hindernis nicht überwinden kannst oder willst (weil das Opfer zu groß wäre). Dann kannst du das Ziel von Anfang an verwerfen oder zurückstellen und dir Enttäuschungen ersparen. In vielen Fällen kannst du aber bestimmt mit etwas Einfallsreichtum eine Möglichkeit finden, wie du mit deinem Hindernis umgehen kannst!

Beispiele aus meinem Leben

Ich selbst habe die Methode natürlich schon ausprobiert und die folgenden beiden Vorsätze mit WOOP bearbeitet:

Wunsch: Ich will täglich Flöte üben.
Ergebnis: Ich bin bei den Proben in meinem VHS-Kurs gut vorbereitet.
Hindernis: Ich habe keine Zeit.
Plan: Wenn ich meinen Tag plane, dann plane ich immer eine Stunde für das Üben ein.

Wunsch: Ich will täglich an meinen Artikeln für diesen Blog schreiben.
Ergebnis: Ich kann regelmäßig hochwertige Artikel veröffentlichen.
Hindernis: wenn ich unterwegs bin, will ich nicht den Laptop mitschleppen.
Plan: wenn ich unterwegs bin, dann schreibe ich auf dem Smartphone.

Das erste Beispiel hat größtenteils funktioniert, aber nicht immer. Es gab doch ein paar Tage, wo ich das Üben einfach nicht unterbringen konnte, vor allem wenn ich den ganzen Tag unterwegs war. Trotzdem habe ich definitiv mehr geübt, als ich es ohne diesen Vorsatz/Plan geschafft hätte.

Beim zweiten Beispiel hat es fast perfekt funktioniert, ich habe nur ganz wenige Tage versäumt. Ich habe mich an das Schreiben auf dem Smartphone gewöhnt, und da ich das Ding sowieso überall mit hin nehme, konnte ich immer eine Gelegenheit finden, zwischendurch mal etwas zu schreiben.

Mein Vorsatz für 2018 ist übrigens, mein Zeitmanagement zu verbessern und Freizeitstress zu reduzieren. Was ist dein Vorsatz? Oder findest du Neujahrsvorsätze generell blöd?

Du willst mehr über die WOOP-Methode erfahren? In diesem Vortrag erklärt Prof. Oettingen alles Wissenswerte.

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