Die Talentlüge von Daniel Coyle

„Die Talentlüge – warum wir (fast) alles erreichen können“ von Daniel Coyle, erschienen 2009 bei der Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach

Es gibt kein angeborenes Talent. Fähigkeiten erwirbt man durch ausdauerndes und richtiges Training. So könnte man die Aussage des Buches „Die Talentlüge“ zusammenfassen. Der Autor illustriert am Beispiel von Sportlern, Musikern, Schülern und Schriftstellern, worauf es beim Erwerb von Fähigkeiten ankommt. Außerdem erklärt er, was dabei im Gehirn des Lernenden passiert.

Der Inhalt von „Die Talentlüge“

Teil 1: Aktives Lernen

Daniel Coyle stellt die Rolle des Gehirns beim Lernen vor. Dabei konzentriert er sich auf eine Substanz namens Myelin und beschreibt, was diese bewirkt und wie sie durch Lernen gebildet wird. Der Autor betont jedoch auch, dass die Myelinforschung noch in den Kinderschuhen steckt und viele weitere Untersuchungen notwendig sind.

Zitat: „Eine Fähigkeit ist eine Myelinschicht, die sich um einen Schaltkreis legt und auf bestimmte Signale hin wächst.“

Danach geht Daniel Coyle darauf ein, wie das Erlernen von Fähigkeiten funktioniert. Er erklärt, was Expertise ausmacht und wie man sie erlangt. Für das Üben bzw. Trainieren verwendet er den Begriff „aktives Lernen“.

Teil 2: Initialzündung/Motivation

Der zweite Teil des Buches dreht sich um das Thema Motivation. Bevor jemand beginnt, sich eine Fähigkeit anzueignen, muss er erstmal den Beschluss dazu fassen. Die Initialzündung erfolge dabei oft durch einen Anstoß aus der Umwelt, z.B. durch nahestehende Personen oder mediale Ereignisse. Da das jahrelange intensive üben/trainieren sehr anstrengend ist, sei es entscheidend, die Motivation dauerhaft aufrecht zu erhalten. Coyle nennt einige Faktoren, die motivieren können.

Teil 3: Meistertrainer

Den dritten Teil des Buches widmet Daniel Coyle den Trainern bzw. Lehrern. Er beschreibt, welche Eigenschaften ein guter Lehrer hat und wie dieser das Training oder den Unterricht gestaltet.

Meine Bewertung von „Die Talentlüge“

Das Buch liest sich sehr flüssig und hat nichts von einem wissenschaftlichen Text. Das Buch enthält viele Beispiele. So nimmt Daniel Coyle uns mit auf seine Reise zu brasilianischen Nachwuchsfußballern, in einen Tennisclub in Moskau, in amerikanische Musikschulen und einigen Zielen mehr.

Die Talentlüge ist ein spannend und unterhaltsam geschriebenes Buch. Das Kapitel über die Vorgänge im Gehirn beim Lernen fand ich lehrreich und interessant, da ich das meiste davon noch nicht wusste. Die Kernaussage kann einen inspirieren und motivieren.

Negativ aufgefallen ist mir, dass der Autor sein Buch stark auf plakative Aussagen ausgerichtet hat. Meines Wissens nach ist das Thema durchaus komplexer. Ein weiterer Minuspunkt ist, das es durch die extrem zahlreichen Beispiele schwer ist, die wichtigen Aussagen herauszufiltern.

Insgesamt fand ich das Buch spannend und interessant, würde es aber nicht als der Weisheit letzter Schluss betrachten. Ich empfehle es allen, die ihre Übungsroutine verbessern möchten und sich dabei auch für die Funktionsweise des Gehirns interessieren.

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