Bundestagswahl 2017: Die Grünen und Kulturpolitik

Bundestagswahl 2017Die Grünen verbindet man wohl zuallererst an Umweltpolitik, aber wie ich herausgefunden habe, gibt es im Wahlprogramm der Grünen zur Bundestagswahl 2017 auch einige Forderungen in Bezug auf die Kulturpolitik. Welche das sind erfährst du im folgenden Abschnitt:

Die Grünen und ihre kulturpolitischen Forderungen

Die erste Forderung ist der flächendeckenden Ausbau von inklusiven Ganztagsschulen mit Kultur, Kunst und Sport.

Alle Kinder sollen an Sport, Musik und Kultur teilhaben können. Dazu wollen die Grünen das heutige Bildungs- und Teilhabepaket abschaffen und stattdessen „die bisherigen Leistungen für die betroffenen Kinder zum Teil durch einen vom Bund finanzierten kostenfreien Zugang zu den entsprechenden Angeboten und zum Teil im Regelsatz gewähren“.

Die Künstlersozialkasse soll erhalten und weiter gestärkt werden.

Für Solo-Selbstständige und Kreative wollen die Grünen „ein allgemeines Mindesthonorar als absolute Untergrenze für zeitbasierte Dienstleistungen einführen und gleichzeitig branchenspezifische Mindesthonorare für bestimmte Werke und Dienstleistungen ermöglichen, die gut zu den jeweiligen Branchen passen“.

Die Grünen wollen mit Reformen des Urheber*innenvertragsrechts die angemessene Vergütung von Kreativen stärken. Außerdem sollen Urheber*innen angemessen und fair vergütet werden. Inhalte sollen auf unterschiedlichen Endgeräten nutzbar und mitnehmbar sein. Bei der Digitalisierung des kulturellen Erbes soll die Gemeinfreiheit erhalten bleiben.

Meine Meinung

Die Grünen haben hier ein eher übersichtliches Programm, welches im Ganzen vernünftig und machbar aussieht. Kritisch bin ich allerdings bei dem Punkt mit dem Mindesthonorar. Während das in der Theorie toll klingt, habe ich die Befürchtung, dass das in der praktischen Umsetzung nicht funktionieren wird. Da gibt es doch viele Schlupflöcher, die schwer zu kontrollieren sind. Oder bin ich da zu pessimistisch?

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Quelle: Wahlprogramm der Grünen

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