Bundestagswahl 2017: FDP und Kulturpolitik

Bundestagswahl 2017Weiter geht es mit der Serie zur Kulturpolitik bei der Bundestagswahl 2017. Heute stelle ich euch das Wahlprogramm der FDP vor.

Die Forderungen der FDP

Die FDP möchte die kulturelle Bildung stärken, und zwar für alle Altersgruppen. Dafür sollen öffentliche und öffentlich geförderte Kulturorganisationen verpflichtend 10 Prozent ihres Budgets für die kulturelle Bildung aufwenden.

Der Teil des Kulturgutschutzgesetzes, der nicht die Raubkunst betrifft, soll zurückgenommen werden.

Eine weitere Forderung der Freien Demokraten ist die Förderung der Auswärtigen Kulturpolitik, also z.B. des Goethe-Instituts, des Instituts für Auslandsbeziehungen und der Deutschen Welle. Auch den Aufbau eines Europäischen Kulturinstitutes unterstützt die FDP.

Die FDP fordert, dass weiterhin über die deutschen Diktaturen von Nationalsozialismus und DDR informiert wird und die Gedenkstätten mit ausreichenden Mitteln ausgestattet werden.

Das Kindergeld möchten die Freien Demokraten reformieren, indem Gutscheine für Bildung und Teilhabe ein Teil des neuen Kindergelds werden. Diese Gutscheine können z.B. an einer Musikschule eingelöst werden.

Auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk will die FDP reformieren. Dazu soll sich dieser auf die Bereiche Bildung, Kultur und Information konzentrieren. Diese Verschlankung soll dann zu einer Senkung des Beitragssatzes auf die Hälfte führen.

Meine Meinung zum Wahlprogramm der FDP

Zum Thema Musik ist hier nicht besonders viel zu finden. Aber immerhin sind die Forderungen doch ziemlich konkret. Es gibt immerhin zwei Forderungen zur kulturellen Bildung. Das mit den Bildungsgutscheinen gefällt mir, das motiviert vielleicht noch mehr Eltern dazu, ihre Kinder in Musikschulen oder Vereine zu schicken anstatt das Kindergeld für irgend etwas anderes auszugeben.

Die Forderung, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf seine eigentliche Aufgabe fokussieren soll, finde ich auch korrekt. Es kann doch irgendwie nicht sein, dass wir einen Zwangsbetrag zahlen müssen, mit dem dann Unterhaltungssendungen produziert werden!? Von den teuren Rechten zur Übertragung von Fußballspielen will ich gar nicht erst anfangen…

Dieser Artikel ist Teil der Serie zur Bundestagswahl 2017.

Quelle: Wahlprogramm

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