Blues-Tonleiter und Blues-Schema

In diesem Beitrag stelle ich euch die Grundlagen des Blues vor, nämlich die Blues-Tonleiter und das Blues-Schema und wie man diese verwendet.

Woher kommt der Blues?

Der Blues als musikalisches Genre entstand Ende des 19. Jahrhunderts in den Südstaaten der USA, wo die ehemaligen Sklaven begannen, ihre afrikanisch geprägte Musik auf westlichen Instrumenten zu spielen. Dabei entstanden das Blues-Schema und die Blues-Tonleiter, auch Blues-Skala genannt.

Bis heute lebt der Blues als eigenständiges Genre weiter, hat aber auch über die Jahrzehnte viele andere Musikstile beeinflusst, besonders Jazz, Rock und Soul.

Wie ist die Blues-Tonleiter aufgebaut?

Die Blues-Tonleiter basiert auf der pentatonischen Moll-Tonleiter. Pentatonisch heißt, die Tonleiter besteht aus fünf Tönen. In C ergibt sich folgende Tonleiter:

C-Moll-pentatonisch

Dazu kommt dann noch die sogenannte Blue Note, die den charakteristischen Blues-Klang ausmacht. Dabei handelt es sich um die verminderte Quinte, hier also das Ges.

Die Blues-Tonleiter in C sieht dementsprechend so aus:

Blues-Tonleiter in C

Was ist das Blues-Schema?

Das Blues-Schema besteht in seiner Grundform aus 12 Takten. Diese lassen sich in drei Teile zu jeweils vier Takten gliedern. Den erste Teile nennt man Call (Anrufung), dieser wird im zweiten Teil wiederholt. Der dritte Teil heißt Response (Beantwortung).

Und so sieht das Blues-Schema in C-Dur aus:

Das ganze gibt es auch in Moll:

Blues-Schema C-moll

Wie spielt man den Blues?

Beim Blues wird das 12-Takte-Schema immer wieder hintereinander gespielt. Die Melodie-Instrumente spielen meistens am Anfang das Thema, danach wird improvisiert, bevor zu Abschluss noch mal das Thema gespielt wird.

Zu beachten ist, dass die Achtel nicht als normale Achtel (auch binär genannt), sondern ternär, d.h. aus

    wird     Ternäre Achtel

Beim Improvisieren kann man die Blues-Skala des Grundtons über das gesamte Schema nutzen, und es spielt auch keine Rolle, ob der Blues in Dur oder Moll ist.

Übrigens braucht man die Blues-Tonleiter nicht nur im Blues, auch im Jazz spielt sie eine wichtige Rolle. Wenn man über Akkorde improvisiert, passt die Blues-Skala zu Dominant- und Moll-Akkorden.